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Total Diet Study Exposure

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Verbesserte und harmonisierte Bewertung der ernährungsbedingten Schadstoffbelastung

Man hat eine gemeinsame Methode für Untersuchungen zur Gesamternährung (total diet studies, TDS) entwickelt, die in Europa im Rahmen der Durchführung von Pilotstudien und eines Netzwerks aus Zentren gefördert wird.

Industrielle Technologien
Lebensmittel und natürliche Ressourcen

Aus der Anwendung der TDS ergeben sich realistische Daten über die Lebensmittelkontamination und Grenzwerte der chronischen Exposition durch chemische Stoffe der maßgeblichen Bevölkerungsgruppen. Die Resultate lassen sich jedoch aufgrund mangelnder einheitlicher Methoden nicht über alle Länder hinweg vergleichen. Das von der EU finanzierte Projekt TDSEXPOSURE (Total Diet Study Exposure) verfolgte das Ziel, diese Lücke zu füllen. Es wurde eine SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Bedrohungen) von Lebensmittelklassifizierungs- und -beschreibungssystemen eingesetzt. Man entwickelte eine Methode, um Substanzen zu priorisieren, die in eine TDS aufgenommen werden sollen. Das bereits existierende Lebensmitteldaten-Managementsystem FoodCASE wurde erweitert, um den Prozess einer TDS zu unterstützen. Das gestattete die Verwaltung der TDS-Daten in derselben Datenbank, in der Lebensmittelzusammensetzung und Verbrauchsdaten zu finden sind. Man untersuchte die Unterschiede in den Ernährungsgewohnheiten zwischen den Bevölkerungsgruppen, wobei schwangere Frauen den Schwerpunkt bildeten. Auch jahreszeitlich bedingte Unterschiede wurden berücksichtigt. Die von den verschiedenen Partnern bereitgestellten Daten wurden geordnet, damit sie den Anforderungen des Systems entsprechen, und die Belastungen wurden für diese Partner neu berechnet. Auf diese Weise konnten zwei neue Funktionalitäten in die MCRA-Software (Monte Carlo Risk Assessment) eingebettet werden. Bei der einen handelt es sich um Unsicherheitsanalysen auf Grundlage von Zusammenfassungsdaten, in denen TDS-Resultate mit der in den europäischen Überwachungsprogrammen beobachteten Variation kombiniert sind. Die andere ist ein MCRA-TDS-Risikomanagementinstrument. Feldforschung für Pilotstudien organisierte man in fünf Ländern (Portugal, Tschechische Republik, Deutschland, Island und Finnland). Auch eine Sammlung von Proben und Analysen wurden vervollständigt. Es gelang, die Ziele zu erreichen. Zu den Ergebnissen zählen Literaturrecherchen und Datenanalysen von Lebensmittellisten, eine Nahrungsmitteldatenbank, ein Protokoll zur Nahrungsmittelerfassung und ein Instrument zur Formulierung spezieller Lebensmitteleinkaufslisten. Man veröffentlichte einen Bericht über Lebensmittelgruppierungen und Lebensmittelklassifizierungsprobleme sowie über den Einfluss von Variationsquellen in Hinsicht auf TDS. Unter Einbeziehung von Standardarbeitsanweisungen wurde ein lückenloses Qualitätsmanagementsystem entwickelt. TDSEXPOSURE hat somit ein Informationssystem für TDS und Belastungsbewertungssoftware für Lebensmittelkontaminanten erschaffen, das für Risikobewerter und Risikomanager für die existierenden EU-Warenkorbstudien von Nutzen sein wird.

Schlüsselbegriffe

Total diet studies (TDS), Warenkorbstudien, Untersuchungen zur Gesamternährung, Lebensmittelkontamination, FoodCASE, Verbrauchsgewohnheiten bei Lebensmitteln, Ernährungsgewohnheiten, Monte Carlo Risk Assessment (MCRA), Monte-Carlo-Risikobewertung

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