Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch Deutsch
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS
Inhalt archiviert am 2024-05-30
The relationship between white light and in situ observations of coronal mass ejections

Article Category

Article available in the following languages:

Weltraumstürme von Sonne zur Erde nachverfolgt

EU-finanzierte Forscher, die sich den Daten von http://stereo.gsfc.nasa.gov/ (Solar Terrestrial Relations Observatory (STEREO)) widmen, haben nun herausgefunden, wie koronale Massenauswürfe (Coronal Mass Ejections, CME) auf ihrer Reise von der Sonne zur Erde geformt sind.

Bei den koronalen Massenauswürfen handelt es sich um massive Wolken aus Plasma und geladenen Teilchen, die während heftiger Sonnenstürme in das Weltall ausgestoßen werden. Sind diese von einen erhöhten Masseausstoß begleiteten Eruptionen direkt auf die Erde ausgerichtet, verursachen sie Störungen im Magnetfeld unseres Planeten. Diese Sonneneruptionen können Strom- und Telekommunikationsnetze am Boden stören und auch Satelliten im All aus dem Tritt bringen. Das Projekt "The relationship between white light and in situ observations of coronal mass ejections" (WILISCME)(öffnet in neuem Fenster) analysierte nun neue STEREO-Beobachtungen. Die beiden STEREO-Sonden können auf die Erde gerichtete koronale Massenauswürfe in weißem Licht aus zwei verschiedenen erdfernen Blickwinkeln abbilden. Die gleichen Eruptionen werden zusätzlich durch näher an der Erde befindliche Raumfahrzeuge an Ort und Stelle untersucht. Die Observationen von 22 CMEs(öffnet in neuem Fenster) ergaben die Entdeckung, dass der Weg, auf dem sich koronale Massenauswürfe von der Sonne zur Erde ausbreiten, nicht so sehr variiert. Es gibt drei verschiedene Phasen: eine impulsive Beschleunigung, gefolgt von schneller Verzögerung und anschließender Geschwindigkeitsstabilisierung. Die WILISCME-Forscher konnten außerdem die dreidimensionale Form interagierender koronaler Massenauswürfe ableiten. In der Vergangenheit haben Satelliten tausende koronale Massenauswürfe beobachten können. Wie sich aber ihre Form verändert, wenn sie einander beeinflussen, blieb bislang unbekannt, da die Beobachtungen immer von einem einzigen Punkt aus gemacht wurden. Mit STEREO können koronale Massenauswürfe über einen größere Bereich als mit jeder anderen Raumsonde - von der Sonne bis zur Erdumlaufbahn - verfolgt werden. Die Stereo-Sonden ermöglichen außerdem die Abbildung der koronalen Massenauswürfe aus verschiedenen Winkeln, wodurch Richtung und Geschwindigkeit der Sonneneruptionen besser bewertet werden können. Dieser Vorteil wurde von den WILSCME-Wissenschaftlern ausgenutzt, um Ankunftszeit, Geschwindigkeit und Ausrichtung der koronalen Massenauswürfe vorherzusagen. Im Einzelnen konnte die Unsicherheit in genauen Vorhersage der Zeit, wenn eine Sonneneruption die Erde treffen wird, auf nur noch 6 Stunden reduziert werden. WILSCME hat die Genauigkeit der Weltraumwettervorhersagen unter Nutzung von Sonnenbeobachtungen verbessern können. Diese Notwendigkeit bestand in Hinsicht auf die Entwicklung von Dienstleistungen für die Gesellschaft wie etwa Berichten über Sonnenaktivität. Die Ergebnisse wurden der wissenschaftlichen Gemeinschaft in Form von 20 in von Experten begutachteten Fachzeitschriften veröffentlichten Artikeln sowie 50 Vorträgen und Posterpräsentationen auf internationalen Konferenzen mitgeteilt.

Entdecken Sie Artikel in demselben Anwendungsbereich

Mein Booklet 0 0