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Straßenverkehr gewinnt an Intelligenz

Neue Technologien, die Straßenfahrzeuge in die Lage versetzen, miteinander und ihrer Umgebung zu kommunizieren, versprechen eine Erhöhung der Sicherheit und die Reduzierung des Verkehrsaufkommens.

Klimawandel und Umwelt

Intelligente Verkehrssysteme (Intelligent Transport System, ITS), welche die Echtzeitkommunikation zwischen Fahrzeugen unterstützen, sollen Staus entlasten und die Sicherheit verstärken. Die Technologie, die sich Mobilfunknetze, Funksysteme und drahtlose Nahbereichslösungen zu Nutze macht, ist bereits entwickelt worden und steht nun zur umfassenden Erprobung im Labor und auf der Straße zur Verfügung. Dazu waren Tests unter Einsatzbedingungen (Field Operational Test, FOT) erforderlich, an denen eine große Anzahl von Fahrzeugen und Fahrern beteiligt sind, um Debatten in Gang zu bringen, Investitionen zu fördern und sich mit den Fragen des Datenschutzes bei der Fahrzeugidentifikation zu beschäftigen. Das EU-finanzierte Projekt "Common building blocks for ITS test beds and field operational tests" (ITS TEST BEDS) zielte darauf ab, in Europa Tests unter Einsatzbedingungen durchzuführen, um diese Technologie voranzutreiben. Man wollte die Interoperabilität zwischen den Systemen in verschiedenen EU-Staaten gewährleisten, so dass die Fahrzeuge auf dem gesamten Kontinent in der gleichen Weise interagieren können. In dieses Vorhaben bezog man nationale Forschungszentren ein. Im Einzelnen konzipierte das Projektteam die Infrastruktur für die ITS-Prüfstände und baute einen Prototyp auf Basis der vorhandenen europäischen Forschung und der Resultate interaktiver Workshops. Sobald die Testumfelder definiert waren, konsolidierte das Team die Resultate im Rahmen einer gemeinnützigen Unternehmung mit der Bezeichnung Telematics Incubator, um die Demonstration der Realisierbarkeit des Konzepts zu vereinfachen. Das Projekt führte dann Tests durch und ermöglichte kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Zugang zu den Projektresultaten mittels eines speziell dafür vorgesehenen Onlineportals. Zu den online veröffentlichten Testergebnissen und Themen zählen Gefahrenwarnsysteme, Signalverarbeitungserweiterungen, Zeitmessungen, Softwareentwicklungen und Hardwareerweiterungen. So konnte die neue Infrastruktur insgesamt dazu beitragen, verschiedene europäische Interessengruppen darauf vorzubereiten, die intelligenten Verkehrssysteme auf die nächste Stufe zu bringen. Der Projektfortschritt war Bestandteil der Standardisierung von Schnittstellen zu dem System, um die KMU bei der Durchdringung dieses neuen Markts zu unterstützen. Alle Beteiligten, begonnen bei den Dienstleistungszentren, die kritische Daten empfangen, bis hin zu den Mobilfunktelekommunikationsunternehmen, werden von der standardisierten Arbeit auf dem Gebiet und der Veröffentlichung der Resultate profitieren. Während es sicher noch einige Jahre dauern wird, bis die ITS-Dienste vollständig entwickelt sind, steht nun die Infrastruktur bereit, um den Straßenverkehr auf eine nächste Stufe zu bringen, womit man Lizensierung und Potenzialausschöpfung begünstigt. Von dieser technisch ausgereiften Technologie verspricht man sich bessere Verkehrssicherheit, verbessertes Verkehrsmanagement und eine sauberere Umwelt.

Schlüsselbegriffe

Verkehr, Transport, Fahrzeuge, intelligente Verkehrssysteme, Echtzeitkommunikation, Mobilfunknetz, Funksystem, drahtlose Nahbereichslösung, Short Range Wireless, Feldtests, Prüfstand, Interoperabilität, Straßenverkehrssicherheit, Verkehrsmanagement

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