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Evidence-based risk management in global software development projects

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Softwareprojekte mit besseren Chancen

Ein EU-Team bewertete mithilfe eines bestimmten Verfahrens die bisherige Forschung zu den Problemen des Risikomanagements bei weltweit ausgelagerten Softwareprojekten. Mit der Methodik der systematischen Literaturrecherche (SLR) wurden Forschungsergebnisse zusammengetragen, um zur Verbesserung eines solchen Risikomanagements beizutragen.

Digitale Wirtschaft

Projekte der globalen Softwareentwicklung (GSE) sind vermutlich risikoreich und können häufiger scheitern. Daher können Softwareentwickler von Risikoexperten lernen. Das war die Philosophie hinter dem EU-finanzierten Projekt E-RISK ("Evidence-based risk management in global software development projects"). Zum einen sollten Projektmanager geholfen werden, Risiken im Bereich der ausgelagerten Softwareentwicklung zu erkennen und zu reduzieren. Zusätzlich ging es der Gruppe um Ausbildung und Wissenstransfer sowie um die Frage, ob das Fachwissen der Softwareentwicklung mit der SLR-Methodik kombiniert werden könnte. Das zweijährige Projekt wurde im Mai 2013 abgeschlossen. Ein Großteil der ersten Projektphase umfasste die Schulung wissenschaftlicher Mitarbeiter in der SLR-Methodik mithilfe einer Pilotstudie. Die Arbeit führte zu mehreren technischen Berichten und einem Konferenzbeitrag. Letzterer wurde während der zweiten Projektphase zu einem Zeitschriftenartikel überarbeitet. Während der Pilotstudie fanden die Projektmitglieder heraus, dass sich brasilianische Forscher mit einem ähnlichen Thema befassten. Die daraus resultierende Zusammenarbeit lieferte eine wissenschaftliche Arbeit und zeigte, dass die Literaturrecherche für eine Mapping-Studie zu diesem Thema zuverlässig mit nur zwei Suchmaschinen durchgeführt werden könnte. Da mangelhafte Forschungen keine zuverlässigen Ergebnisse liefern, wurden geeignete Qualitätsbewertungskriterien gebraucht, um Primärstudien mit schlechter Qualität zu identifizieren und möglicherweise auszuschließen. Da die bisherige Forschung keine geeigneten Kriterien lieferte, entwickelte das Projekt seine eigenen, um die Qualität der in der Hauptrecherche aufgenommenen Artikel einstufen zu können. Die anfängliche Suche ergab mehr als 1500 Studien als Kandidaten, was für die Bearbeitung mit den verfügbaren Ressourcen zu viele waren. Daher wurden die Kriterien eingegrenzt, um nur GSE-Projekte von Kundenunternehmen zu berücksichtigen, die die Entwicklung an einen anderen Rechtsträger auslagerten. Dabei wurden 77 Artikel für die Analyse ausgewählt. Zwei Forscher arbeiteten unabhängig voneinander daran, die Daten zu extrahieren. E-RISK ist dem Bereich der Softwareentwicklung zugutegekommen, indem sowohl Risiko- als auch Managementstrategien identifiziert wurden.  Die Anwendung der Projektergebnisse in europäischen GSE-Projekten könnte die Erfolgsquote erhöhen.

Schlüsselbegriffe

Software, systematische Literaturrecherche, globale Softwareentwicklung, Softwareentwickler, Risikomanagement, ausgelagerte Softwareentwicklung, Softwaretechnik

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