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Inhalt archiviert am 2022-12-07

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Gemeinsamer Kooperationsausschuß der EU und Südafrikas für Wissenschaft und Technologie hofft auf mehr Zusammenarbeit

Auf seinem Treffen in Pretoria im Juli dieses Jahres hat der Gemeinsame Kooperationsausschuß der EU und Südafrikas für Wissenschaft und Technologie vereinbart, die Teilnahme Südafrikas an den thematischen Programmen des Fünften FTE-Rahmenprogramms der Europäischen Kommission (...

Auf seinem Treffen in Pretoria im Juli dieses Jahres hat der Gemeinsame Kooperationsausschuß der EU und Südafrikas für Wissenschaft und Technologie vereinbart, die Teilnahme Südafrikas an den thematischen Programmen des Fünften FTE-Rahmenprogramms der Europäischen Kommission (RP5) in breiterem Umfang zuzulassen. Der Ausschuß ist für die Überwachung der Zusammenarbeit im Rahmen des bestehenden FTE-Kooperationsabkommens zwischen der EU und Südafrika zuständig, das seit 1996 in Kraft ist. Gemäß dieses wechselseitigen Abkommens können sich südafrikanische Forscher an allen nicht nuklearen Bereichen der FTE-Rahmenprogramme der EU beteiligen. Vertreter beider Seiten erklärten ihre allgemeine Zufriedenheit mit der Beteiligung Südafrikas am Vierten und bis jetzt auch am Fünften Rahmenprogramm. Vor allem die Teilnahme an INCO-DC/DEV-Maßnahmen für die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern wurde als "hervorragend" bezeichnet. Der Ausschuß hofft nun, daß das bestehende Niveau der Zusammenarbeit eine solide Grundlage für eine verstärkte Zusammenarbeit in den thematischen Programmen des RP5 darstellt. Den ersten Ergebnissen der Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen unter dem RP5 zufolge haben südafrikanische Forscher erfolgreich an drei der vier thematischen Programme teilgenommen. Derzeit nehmen südafrikanische Forscher an zwei Projekten des Programms "Lebensqualität und Management lebender Ressourcen", an weiteren zwei Projekten des Programms "Benutzerfreundlichkeit in der Informationsgesellschaft" und drei Projekten des Programms "Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung" teil. Daher hat der Ausschuß beschlossen, Initiativen zur Förderung der Teilnahme an dem verbleibenden thematischen Programm für wettbewerbsorientiertes und nachhaltiges Wachstum einzuleiten. Zur allgemeinen Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen der EU und Südafrika hat der Ausschuß entschieden, mehrere Initiativen zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet bestimmter Technologien, Initiativen zu Fragen im Bereich der Wissenschafts- und Technologiepolitik sowie zur Vereinfachung der Instrumente für die Teilnahme an den Rahmenprogrammen zu entwickeln. Eine Reihe von Workshops zu vorrangigen Bereichen der Zusammenarbeit im Programm "Technologien der Informationsgesellschaft" (IST) - vor allem für begleitende Maßnahmen - ist nun in Planung, ebenso wie ein Dialog zum Thema Frauen in der Wissenschaft, der dem Erfahrungsaustausch zwischen der EU und Südafrika dienen soll. Der Ausschuß hat ferner gemeinsame Anstrengungen zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Südafrika und der EU auf dem Gebiet der Wassertechnik beschlossen, deren strategische Bedeutung in einer vor kurzem abgeschlossenen südafrikanischen prospektiven Studie hervorgehoben wurde. "Zu Beginn werden die Verantwortlichen die verschiedenen Elemente des RP5 "auspacken", um geeignete Möglichkeiten zu ermitteln", berichtet der Ausschuß. Möglicherweise wird darauf ein Vorschlag für begleitende Maßnahmen folgen. Er beabsichtigt auch, die Zusammenarbeit mit der vor kurzem von der EU und der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufenen Initiative zur Bekämpfung ansteckender Krankheiten und zum Verständnis ihres Zusammenhangs mit der Armut zu verstärken. Zudem verfolgt der Ausschuß das Ziel, die Forschungskapazitäten in den Entwicklungsländern auszubauen und besondere Bereiche für die Zusammenarbeit festzulegen, wie z.B. die Entwicklung von Impfstoffen. Gleichzeitig kündigte die südafrikanische Delegation Pläne für eine Untersuchung hinsichtlich der Einrichtung eines Netzes "nationaler Kontaktstellen" an, die für spezifische Elemente des Rahmenprogramms zuständig wären. Dies dürfte den interdisziplinären Dialog über die Zusammenarbeit mit der EU fördern, für eine gezielte Verbreitung von Informationen an die Forschungsgemeinschaft sorgen und eine bessere strategische Planung unterstützen, so die Delegierten. Die Einrichtung einer südafrikanischen Kontaktstelle für das Programm CRAFT des RP5 zur technologischen Unterstützung von KMU wurde ebenfalls als vorrangig eingestuft, und der Ausschuß war sich einig, daß Internetressourcen besser zur Verbreitung von Informationen und Förderung von Möglichkeiten zur Zusammenarbeit im Forschungsbereich genutzt werden könnten. Die Teilnahme Südafrikas an den Rahmenprogrammen war bisher meist mit der Teilnahme an "traditionellen" Kostenbeteiligungsmaßnahmen im Forschungsbereich verbunden, fügte der Ausschuß hinzu. Er betont nun die Notwendigkeit der Förderung der Teilnahme an thematischen Netzen und konzertierten Aktionen. "Es ist ein bedeutender Nutzen von den relativ kleinen Investitionen zu erwarten, die Südafrika aus eigenen Mitteln aufbringen muß", so die Schlußfolgerung des Ausschusses.

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