Wissenschaftler stellen fest: Virus der Klassischen Schweinepest ist neu in Europa
Fachleute kamen zu dem Schluss, dass es sich bei den fünf Fällen von Klassischer Schweinepest, die in East Anglia (Vereinigtes Königreich) bestimmt wurden, um eine neue Variante handelt, die nach Europa eingeführt wurde. Obwohl er der gleichen Familie von Viren angehört, die in den vergangenen sieben Jahren drei Ausbrüche der Schweinepest in Europa verursachten, wurde der Virus sowohl von Quellen innerhalb der EU als auch des VK als eine unterschiedliche Variante der früheren Viren isoliert. Wissenschaftler des Instituts für Virologie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover (das gemeinschaftliche Referenzlaboratorium für klassische Schweinepest) und des nationalen Labors des VK in Weybridge kamen zu dem Schluss, dass die Variante von der Untergruppe 2.1 stammt. Jedoch konnte man die spezifischen statistischen Daten mit keinem zuvor in der Europäischen Union isoliertem Virus in Übereinstimmung bringen. Viren der Untergruppe 2.1 wurden 1993 in Wien, 1994 in der Schweiz und während einer Epidemie, von der 1997 Deutschland, die Niederlande, Italien und Spanien betroffen waren, gefunden. Aber alle diese Varianten unterschieden sich von der aus dem VK. Das Landwirtschaftsministerium des VK reagierte auf den Ausbruch mit einer Erweiterung des Verbotes des Verkaufs oder Transports von Schweinen in andere Grafschaften des VK bei gleichzeitiger Überprüfung von Höfen, wo der Verdacht auf Infektion besteht. Am Freitag gab es ferner die Ergebnisse der ersten Prüfungen auf drei Höfen bekannt, die das Auftreten von Symptomen in ihrem Viehbestand gemeldet hatten. Da zwei der drei Höfe außerhalb East Anglias liegen, äußerte das Ministerium seine Zufriedenheit darüber, dass alle drei als vollkommen infektionsfrei befunden wurden. Die Regierung des VK erlegt allen Höfen, die Symptome melden, Beschränkungen auf, die die Höfe, die Bauern und das Vieh betreffen. "Das ist ein normaler Bestandteil des Verfahrens und zeigt zumindest, dass das System gut funktioniert", so ein Sprecher der Gemeinschaft. Im Zuge einer anderen Entwicklung hat die Europäische Kommission beschlossen, 1,75 Millionen Euro Unterstützung für Deutschland zu gewähren (zusätzlich zu den 7 Millionen Euro, die es bereits erhalten hat), um einen Beitrag zur Finanzierung der Anstrengungen des Landes zur Ausrottung der klassischen Schweinepest-Seuche, die das Land 1997 heimgesucht hatte, zu leisten.