Die Kommission beschreibt ihre Maßnahmen gegen Alzheimer
Die Europäische Kommission hat Einzelheiten ihres Plans bekannt gegeben, mit dem sie die enormen Kosten für Gesellschaft und Wirtschaft dieser Krankheit, an der mindestens jeder zwanzigste Europäer im Alter erkrankt, zu senken gedenkt. Die Alzheimersche Krankheit ist die verbreitetste Altersdemenz; sie führt zum fortschreitenden Verlust des Erkennungsvermögens und zur Abnahme der Intelligenz. Fünf Prozent der Altersgruppe zwischen 65 und 70 leiden bereits darunter, und ab 85 Jahren ist sogar jeder Fünfte davon betroffen. Diese Krankheit beschränkt sich jedoch nicht auf ältere Menschen, sondern kann in Einzelfällen auch Menschen unter 40 befallen. Alzheimer ist eine progressive Störung, die schrittweisen Gedächtnisverlust und Änderungen im Verhalten, den Kommunikationsfertigkeiten und dem Urteilsvermögen bewirkt, sodass Alzheimer-Patienten über kurz oder lang völlig hilflos werden. Dies ist eine schwere soziale und wirtschaftliche Last für die Familien und Betreuer, die in gleichem Maße zunehmen dürfte, wie das Durchschnittsalter der europäischen Bevölkerung steigt. Aus Anlass des weltweiten Alzheimer-Tages am 21. September stellte die Kommission sechs Forschungsprojekte vor, die für drei Jahre Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro erhalten. Diese Projekte liefen dieses Jahr als Teil des Programms "Lebensqualität" unter dem Fünften Rahmenprogramm an. Fünf Studien beschäftigen sich mit verschiedenen Gesichtspunkten des Prozesses, der zu den charakteristischen Veränderungen von Gehirnzellen bei einer Alzheimer-Erkrankung führt. Bei zwei der Projekte besteht eine Zusammenarbeit mit Partnern aus der Pharmaindustrie, von der man sich erhofft, dass sie neue Strategien zur Behandlung dieser Krankheit aufzeigen und testen wird. Das sechste Projekt soll bessere Methoden zur Diagnose der Alzheimerschen Krankheit in ihrem Frühstadium, in dem sie leicht mit anderen, besser behandelbaren Krankheiten verwechselt werden kann, aufzeigen.