Nächster Abschnitt in der transatlantischen Zusammenarbeit im Bildungswesen von der Kommission angenommen
Die Kommission hat die Vorschläge des Rates betreffend die Kooperationsabkommen im Bereich der Hochschul- und Berufsbildung zwischen der Gemeinschaft, den USA und Kanada für den Zeitraum 2001-2005 verabschiedet, jedoch ihre Enttäuschung zum Ausdruck gebracht, dass kein größeres Budget zur Verfügung gestellt wurde. Die Programme bieten Unterstützung für Forschungspraktika an Universitäten, in industriellen und staatlichen Laboratorien für Studierende der Naturwissenschaften und des Ingenieurwesens vor und nach dem Abschluss. Sie fördern die Bildung von Zusammenschlüssen zwischen Hochschulen und Berufsbildungseinrichtungen beiderseits des Atlantiks. Jedem Zusammenschluss müssen auf beiden Seiten mindestens drei Partner angehören. Die Zusammenschlüsse sind für die Entwicklung und Durchführung von Projekten in folgenden Bereichen verantwortlich: Vorbereitung von Mobilitätsmaßnahmen, Austausch von Studierenden und Lehrkräften, gemeinsame didaktische Module, Einsatz von neuen Technologien in der allgemeinen und beruflichen Bildung, Fernlehre. Viviane Reding, Kommissionsmitglied für Bildung und Kultur, bedauerte, dass es zur Verstärkung dieser Zusammenarbeit auf europäischer Seite an Haushaltsmitteln mangele. Die Haushaltsmittel in Höhe von 8,6 und 3,65 Millionen Euro für die Programme EU/USA bzw. EU/Kanada liegen weit unter den Beträgen, die erforderlich wären, um der transatlantischen Zusammenarbeit im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung einen neuen Anstoß zu geben. Die Kommission hatte den Bedarf für den Zeitraum 2001-2005 auf 14 Millionen Euro für die Zusammenarbeit mit den USA und auf 10 Millionen Euro für die Zusammenarbeit mit Kanada geschätzt. Die USA und Kanada waren im Übrigen durchaus bereit, Mittel in dieser Höhe einzubringen. Die für die Programme im Zeitraum 1995-2000 bereitgestellten Mittel betrugen 7,4 Millionen Euro für die Zusammenarbeit mit den USA und 4,1 Millionen Euro für die Zusammenarbeit mit Kanada. Viviane Reding äußerte die Hoffnung, dass die Mittelzuweisung in diesen Programmen im Rahmen der bevorstehenden Erörterung der allgemeinen Strategie der Zusammenarbeit der Gemeinschaft mit Drittländern im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung nochmals überprüft werde. Die neuen Abkommen sollen auf dem Gipfeltreffen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten am 18. Dezember in Washington und dem Gipfeltreffen zwischen der EU und Kanada am 19. Dezember in Ottawa unterzeichnet werden. Ihr endgültiger Abschluss ist für Februar geplant, nachdem das Europäische Parlament seine Stellungnahme dazu abgegeben hat.