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Inhalt archiviert am 2022-12-07

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Satellitentechnologie unterstützt Bildung in abgelegenen Gebieten

Das von der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) unterstützte Projekt "Trapeze" nutzt die Satellitentechnologie, um eine Vernetzung zwischen reisenden Kindern und Lehrern aufzubauen. Dieses Projekt hat die Umsetzung der Informationsgesellschaft einen Schritt voran gebracht und ...

Das von der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) unterstützte Projekt "Trapeze" nutzt die Satellitentechnologie, um eine Vernetzung zwischen reisenden Kindern und Lehrern aufzubauen. Dieses Projekt hat die Umsetzung der Informationsgesellschaft einen Schritt voran gebracht und könnte im Hinblick auf die anstehende Bewertung seiner Auswirkungen ausgeweitet werden. Das Projekt wurde im November 1999 durch ein Konsortium bestehend aus EFECOT (European Federation for the Education of Children of the Occupational Travellers) und @iT aus Belgien sowie Telespazio aus Italien ins Leben gerufen. Es verwendet eine einfache tragbare Empfangsschüssel und einen Computer, um Kinder und Lehrer in einer "virtuellen" Lernumgebung zu vernetzen. Gebiete von besonderem Interesse sind entlegene Standorte mit erschwerter Verbindung zum Internet und Gebiete, in denen Lehrer gezwungen sind, die Schüler zu Hause aufzusuchen, was eine Zeit- und Geldverschwendung mit sich bringt. Das Projekt soll in den nächsten Monaten einer Bewertung unterzogen werden. "Unserer Meinung nach haben die Ergebnisse bereits gezeigt, dass das Projekt ein überwältigender Erfolg ist", kommentiert Mathy Vanbuel, Sprecher von @iT. "In der Tat sind die Reaktionen von Lehrern, Schülern und Eltern unerwartet positiv ausgefallen." Das Programm hat internationales Interesse geweckt, wobei das britische Ministerium für Bildung und Beschäftigung in Erwägung zieht, das Trapeze-Projekt in größerem Umfang in die Praxis umzusetzen. Auch in den Niederlanden wird derzeit über die Umsetzung des Programms verhandelt. In Deutschland, Irland und Spanien soll ein kleiner Pilotversuch gestartet werden, und auch Polen hat Interesse angemeldet. "Diese Technologie ist eine der wenigen kommerziell lebensfähigen Möglichkeiten, Schüler in einer solchen Umgebung zu erreichen. Im Hinblick auf eine neue europäische Richtlinie, die fordert, dass jede Schule bis Ende 2001 ans Internet angeschlossen sein muss, zeigt sich einmal mehr die Relevanz dieser zeitgemäßen Technologie", so Vanbuel. Zu den möglichen Entwicklungen des Programms könnten breiter angelegte Anwendungen gehören, wie beispielsweise Telearbeit, Teletourismus und Telemedizin. Über viele dieser Anwendungen finden derzeit Vorgespräche mit abgelegenen Inselgemeinden in Irland und Schottland statt.

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