Geplanter Start des Artemis-Satelliten von Ariane 5-Startrampe
Artemis - laut der Europäischen Weltraumorganisation ESA der modernste Telekommunikationssatellit, der jemals von der ESA entwickelt wurde - soll im Juni, Juli oder August 2001 von einer europäischen Ariane 5-Startrampe aus ins Weltall befördert werden. ESA-Generaldirektor Antonio Rodotà traf am 15. Februar im Hauptsitz der ESA in Paris mit dem CEO von Arianespace Jean-Marie Luton zur Vertragsunterzeichnung für den Satellitenstart zusammen (Foto). Artemis soll auf einer geostationären Umlaufbahn in einer Höhe von ca. 36.000 km über der Erde für einen Zeitraum von zunächst zehn Jahren operieren und mobile Kommunikations- und Navigationsdienstleistungen im Zusammenhang mit der Datenrelaiskapazität (Kommunikation zwischen den Satelliten) für Europa erbringen. Beim Start hat der Satellit eine Masse von 3.100 kg und verfügt über Solarzellensegel mit einer Spannweite von 25 Metern, die eine elektrische Leistung von 2,5 kW erbringen. "Artemis verkörpert verschiedene bedeutende technologische Fortschritte", berichtet die ESA. "So ist beispielsweise das System zur Einhaltung einer stabilen Umlaufbahnposition des Satelliten mit einem elektrischen Ionenantrieb ausgestattet (erstmalig bei einem ESA-Satelliten), der leichter und kompakter ist als herkömmliche Systeme mit chemischem Treibstoff. Das bedeutet auch für künftige Satelliten eine Kosten- und Gewichtseinsparung."