EU-Projekt verbessert Effizienz von Elektrofahrzeugen
Einem unter dem Programm BRITE/EURAM 3 des Vierten Rahmenprogramms der Europäischen Kommission finanzierten europäischen Projekt ist die Entwicklung vollautomatischer Ladesysteme für Elektrofahrzeuge gelungen. An dem Projekt "Vollautomatische induktive Ladesysteme ohne erforderliche Eingriffe des Fahrers für Elektrofahrzeuge oder EVIAC" waren zehn Partner aus vier EU-Mitgliedstaaten beteiligt. Die Arbeit dauerte 36 Monate und kam im August 2000 zum Abschluss. "Ich halte das Projekt für einen Erfolg, da wir nun in Europa über eine echt europäische Version eines derartigen Ladesystem verfügen", so der Projektleiter Gaston Maggetto von der Freien Universität Brüssel im Gespräch mit CORDIS-Nachrichten. Angesichts der zunehmenden Verkehrsdichte auf Europas Straßen und der wachsenden Besorgnis hinsichtlich der Umweltverschmutzung dürfte mit einem beträchtlichen Größenwachstum des Elektrofahrzeugmarkts zu rechnen sein. Die Energieversorgungs-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge ist ein wichtiger Aspekt, das den Schwerpunkt dieses Projekts wie auch weiterer Projekte bildete. Professor Maggetto erläuterte den innovativen Aspekt dieses Projekts. "Es handelte sich um die Entwicklung induktiver Ladesysteme, die sich von den bisherigen Entwicklungen aus den USA unterscheiden. Letztere werden immer noch durch ein Kabel mit der Stromquelle verbunden, während bei ersteren das Ladesystem aus einem Teil am Boden und einem Teil an Bord des Fahrzeuges besteht. Wird das Fahrzeug geparkt, werden beide Teile gegeneinander postiert, und der Ladevorgang erfolgt automatisch. Das hat den großen Vorteil, dass keinerlei Anschlüsse notwendig sind." Nun versuchen die Projektbeteiligten, das System zu vermarkten. Zu den ersten Anwendungsgebieten gehört der Elektrogabelstapler.