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Bessere Überwachung der Seegrenzen

Ein EU-Team entwickelte Erweiterungen für Systeme, die der Überwachung der Seegrenzen dienen. Die Arbeit vereint europäische nationale Systeme, wodurch die automatische Erfassung von verdächtigen oder abnormalen Wasserfahrzeugmustern verbessert und eine erweiterte Gefahrenerkennung angeboten wird.

Digitale Wirtschaft

Europa muss sich vor dem illegalen Verkehr von Gütern und Menschen schützen, was letztlich bedeutet, dass eine konstante Überwachung der Seegrenzen erforderlich ist. Derartige Systeme existieren bereits, würden aber von zusätzlichen Kapazitäten einschließlich automatisierter Erfassung und Analyse profitieren. Mit Hilfe von EU-Finanzhilfen entwickelte und demonstrierte das PERSEUS-Projekt (Protection of European seas and borders through the intelligent use of surveillance) ein geeignetes Überwachungssystem. Das Projekt kombinierte die vorhandenen nationalen Systeme und Plattformen mit der Bereitstellung neuer Ressourcen, welche 2013 die Erwartungen des Europäischen Grenzüberwachungssystems (Eurosur) übertrafen. Das System kann verdächtige kleine Boote und Flugzeuge besser erfassen und identifizieren sowie auf weiterentwickelte Weise abnormale Schiffsmuster automatisch erfassen. Zudem können verbesserte Gefahrenbewertung und Nachverfolgungsmöglichkeiten ein allgemeines Lagebild erzeugen. Die Mitglieder des Konsortiums (insgesamt 29) entwarfen eine umfassende Gruppe von Empfehlungen und neue operativen Standards, die ein Netzwerk unterstützen, das durch nationale Kontaktzentren, Frontex und die Europäische Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) gebildet wird. Unterstützung wird durch länderübergreifenden Austausch nützlicher und verfügbarer Informationen, damit im Zusammenhang stehender Verfahren und Mechanismen sowie die Ermöglichung der Schaffung einer gemeinsamen Informationsaustauschplattform bereitgestellt. Die Forscher demonstrierten und validierten ihre Empfehlungen anhand einer Serie von Übungen, indem Missionen zum Drogenhandel und zur Kontrolle der illegalen Einwanderung umgesetzt und Überwachungskontinuität bereitgestellt wurden. Die Bemühungen des Projekts sichern den privilegierten Zugang der Endnutzer zu existierenden Überwachungssystemen und -anlagen, womit der Erfassungsbereich, an dem Interesse besteht, optimiert wird. Die Nutzer können nachfolgend bewerten, ob die Empfehlungen an ihren Bedürfnissen ausgerichtet sind. In die Projektarbeit wurde ein Weiterentwicklungsmechanismus aufgenommen, um die Kundenbasis zu vergrößern und während seiner Laufzeit neu aufkommende Technologien zu integrieren. Um die Projektziele mit Erfolg zu erreichen, entwickelten die Forscher neue Leitstellen (Command and Control Centres), wobei Anpassungen an bestehende Systeme und erweiterte existierende Plattformen vorgenommen wurden. Sie analysierten mehr als 40 verschiedene Technologien, die mit Überwachung auf See verbunden sind. Die Teammitglieder entwarfen wichtige Empfehlungen über das rechtliche und politische Rahmenwerk der vorgeschlagenen Überwachung und damit verwandter Technologien, wobei Verbindungen zu anderen Gremien des Siebten Rahmenprogramms (RP7), insbesondere zu jenen im Zusammenhang mit Grenzkontrollen, geknüpft wurden. Man geht davon aus, dass das PERSEUS-System die europäische Kontrolle und Überwachung der Seegrenzen integriert und verbessert. Das System leistete außerdem einen Beitrag zur Umsetzung von Eurosur Phase drei.

Schlüsselbegriffe

maritim, See-, Grenzüberwachung, automatisierte Erkennung, illegale Bewegungen, PERSEUS

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