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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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ERF-Stellungnahme: RP6 sollte sich auf die Grundlagen konzentrieren

Das Sechste Rahmenprogramm der Europäischen Union (RP6) müsse sich stärker auf die angewandten Wissenschaften konzentrieren, statt "vollkommen neue Bereiche wie etwa Nanotechnologie oder Genomik" zu erforschen, heißt es in der Stellungnahme der Europäischen Vereinigung für Str...

Das Sechste Rahmenprogramm der Europäischen Union (RP6) müsse sich stärker auf die angewandten Wissenschaften konzentrieren, statt "vollkommen neue Bereiche wie etwa Nanotechnologie oder Genomik" zu erforschen, heißt es in der Stellungnahme der Europäischen Vereinigung für Straßensicherheit (ERF - European Union Road Federation) zum RP6. Die ERF ist vielmehr der Meinung, dass der Schwerpunkt mehr auf der Verwirklichung der Ziele der Gemeinsamen Verkehrspolitik liegen sollte. Die ERF fordert in ihrer Stellungnahme, dass die Programme sich mehr auf die Bereiche wirtschaftliche Effizienz und Umweltschutz konzentrieren. Da der Straßenverkehr die Hauptrolle im Überlandverkehr spielt, müsse die Europäische Kommission ihre Forschungsmaßnahmen wieder auf den Straßenverkehr richten, da dort die größten Chancen bestehen, die Ziele der Gemeinsamen Verkehrspolitik zu verwirklichen, heißt es in der Stellungnahme. Im Weiteren geht die Stellungnahme auf den Nutzen der bisher abgeschlossenen Forschungsmaßnahmen ein, die sich vor allem mit der Intermodalität (dem Wechsel von Reisenden und Waren von einem Verkehrsmittel in ein anderes) beschäftigten. Für die ERF ist die Intermodalität ein "veraltetes, nicht durchführbares Verkehrskonzept", an dessen Stelle sie sich einen Ausbau der Forschungsmaßnahmen im Bereich Straßenverkehr und der damit verbundenen Probleme wünscht. Außerdem nennt die Stellungnahme die Forschungsprioritäten, die sie in diesem Bereich für notwendig hält. Dazu zählen Forschungsmaßnahmen in den Bereichen Sicherheit des Straßenverkehrs, Umweltauswirkungen des Straßenverkehrs, Datenerhebungsmethoden und transeuropäische Netze. Spezifische Forschungsbereiche innerhalb dieser Einzelbereiche sind infrastrukturelle Aspekte der Straßensicherheit, Leitlinien für gute Arbeitspraktiken in der Unterhaltung des Straßennetzes und im Betrieb von Tunnels und die Bewertung der Auswirkung der Straßensicherheit innerhalb des Bereichs Straßensicherheit. Was die Umweltauswirkungen des Straßenverkehrs anbelangt, sieht die ERF in folgenden Bereichen Nachholbedarf: Intelligente Verkehrssysteme (ITS), Parkraum-Management, städtische Verkehrsprobleme, Analyse der Verteilmethoden auf die Verkehrsinfrastruktur und Verbesserungen in der Fahrzeugtechnologie. Die Erforschung von Datenerhebungsmethoden sollte im Bereich der von Eurostat eingesetzten Datenmessmethoden verbessert werden, da diese laut ERF für die Zwecke der Verkehrspolitik ungenügend sind. Ebenfalls verbesserungswürdig sind laut ERF die Forschung in den Bereichen Transportmengen, Netzauslastung, Messung des wirtschaftlichen Werts, Messung des Selbstverbrauchs des Verkehrs und die Weiterentwicklung des Europäischen Verkehrsinformationssystems (ETIS). Ferner vermisst die ERF eingehende Forschungsarbeiten für die transeuropäischen Netze insbesondere hinsichtlich der Bestimmung der sozioökonomischen Bedeutung des Verkehrs und der Auswirkung des E-Commerce auf die Beschaffungsketten.

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