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Schulen müssen positives Bild der Wissenschaft vermitteln, so Kommissionsmitglied

Viviane Reding, für Bildung und Kultur zuständiges Kommissionsmitglied, betonte in ihrer Rede auf der Konferenz "Erweitertes Europa für Forscher", die am 28. Juni in Brüssel stattfand, die Rolle von Bildungseinrichtungen beim Hervorbringen von hochqualifizierten Forschern. Re...

Viviane Reding, für Bildung und Kultur zuständiges Kommissionsmitglied, betonte in ihrer Rede auf der Konferenz "Erweitertes Europa für Forscher", die am 28. Juni in Brüssel stattfand, die Rolle von Bildungseinrichtungen beim Hervorbringen von hochqualifizierten Forschern. Reding behauptete, dass es eine europäische Pflicht sei, eine wissenschaftliche Kultur von hoher Qualität zu schaffen. "Ich bin davon überzeugt, dass dazu eine wissenschaftliche und technische Schulbildung für unsere Kinder entscheidend ist, und zwar von klein auf", so Reding. "Wenn unsere Universitäten das tatsächliche Bindeglied zwischen Bildungssystem und Arbeitswelt sind, dann sind es die Schulen, die das Bild - sei es positiv oder negativ - formen, das sich junge Menschen von der Wissenschaft machen und das einen direkten Einfluss auf ihre Entscheidung für oder gegen eine wissenschaftliche Karriere haben wird", fuhr sie fort. Die Kommissarin begrüßte das Erasmus-Programm, das als Teil des Sokrates-Programms von der Europäischen Kommission finanziert wird. Das Programm wird seit seiner Einrichtung im Jahre 1987 in Kürze seinen millionsten Studenten fördern. Andererseits machte sie auf das noch immer bestehende unausgewogene Verhältnis von 1:10 bzw. 1:4 zwischen den Austauschstudenten der Bewerberländer und der Mitgliedstaaten aufmerksam, und das "obwohl das hohe wissenschaftliche Niveau der Universitäten der beitrittswilligen Staaten in jeder Hinsicht ein stärkeres Gleichgewicht im Austausch der Studenten rechtfertigt", erklärte sie. Kommissionsmitglied Reding lobte die beitrittswilligen Staaten dafür, dass es ihnen gelungen ist, mehr Frauen für die Einschreibung an Hochschulen zu gewinnen und sie zu ermutigen, eine wissenschaftliche Karriere zu verfolgen. In Bulgarien, Rumänien und Estland erhielten mehr Frauen als Männer akademische Grade in Mathematik und Computerwissenschaften, so die Kommissarin. Die Förderung der Mobilität auf der Basis der Qualität zwischen EU-Universitäten und denen in den Bewerberländern sei eine konkrete Vorbeitrittsaktivität mit einem wechselseitigen Nutzen für alle, meinte die Kommissarin. Sie bezog sich dabei auf ein kürzlich in Prag stattgefundenes Treffen von 32 europäischen Ministern für Hochschulbildung und Forschung, auf dem über die Schaffung eines Europäischen Hochschulraums bis 2010 diskutiert wurde. Im Hinblick auf die nächste Konferenz dieser Art, die für 2003 in Berlin geplant sei, werde gegenwärtig über die Annerkennung von Qualifikationen, ein Punktevergabesystem, die Bewertung von Qualität, Mobilität, Erweiterung und Bildung sowie lebenslanges Lernen diskutiert, so Reding.