Skip to main content

Article Category

Article available in the folowing languages:

Roboter steigern Wettbewerbsvorteil der europäischen Holzindustrie

In den Fertigungslinien der Holzindustrie sind manuelle Aufgaben wie das Einbringen von Holzstopfen erforderlich, welche die Produktivität beeinträchtigen. Eine EU-Initiative hat Robotertechnik entwickelt, um Durchsatz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und gleichzeitig die Arbeitskosten zu senken.

Industrielle Technologien

Um bei der Herstellung von Holzplatten mit der starken chinesischen und indischen Konkurrenz mithalten zu können, muss die Branche bestimmte manuelle Produktionsprozesse hinter sich lassen. Das bedeutet eine umfassende Automatisierung in den einzelnen Fertigungsbereichen der Sägewerke. Im Einklang mit diesem Ziel sollte das von der EU finanzierte Projekt HOL-I-WOOD PR (Holonic integration of cognition, communication and control for a wood patching robot) einen Roboter und einen dazugehörenden Scanner konzipieren, der das Ausbohren und den Reparaturprozess bei Holzplatten komplett automatisiert. Der Roboter identifiziert und repariert dank der Daten, die er von einem hochauflösenden optischen Scanner erhält, alle Defekte sofort in Echtzeit. Dieser Scanner prüft große Bretter und Platten und erkennt augenblicklich sämtliche Defekte. Der Roboter repariert jede Platte auf Grundlage der gespeicherten oder abgerufenen Informationen. Die Holzprodukte sind dann bereit zur Prüfung. Mit dieser effizienten, gut handhabbaren und nutzerfreundlichen Robotiktechnologie können bis zu 450 Holzplatten in der Stunde repariert werden, was in etwa der Arbeitsleistung von 50 Menschen entspricht. Die Projektpartner listeten die Systemanforderungen sowie alle internen und externen Schnittstellen und Umgebungen im Einzelnen auf. Sie definierten technische Anforderungen, Komponentenarchitektur und das Integrationsrahmenwerk. Dann folgten die Untersuchung der Wirksamkeit, die Bestimmung der optimalen Anlagensteuerung und die Definition von Einschränkungen. Das Team konzipierte ein Roboterauge, um die Bildanalyse und die Echtzeitbildgebung in intelligenten Kameras zu optimieren, und integrierte eine multisensorische Scanningtechnik, um Analysen durchzuführen. Die Projektmitglieder entwickelten den Roboter und zugehörige Komponenten wie etwa die Benutzerschnittstelle, das Dialogsystem und das Echtzeitsteuerungs- und Kommunikationsnetzwerk. In einer Leimholzfabrik konnte die Technologie mit Erfolg vorgeführt werden. Durch Einführung einer hochautomatisierten und -integrierten Robotiktechnologie in Fabriken und Sägewerken hat HOL-I-WOOD PR zur optimierten Produktion beigetragen. Nun werden die holzverarbeitenden Unternehmen in Europa in der Lage sein, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu behalten und ihre größten Konkurrenten abzuwehren.

Schlüsselbegriffe

Roboter, Holzindustrie, Holzplatten, Holonic-Integration, Holzstopfenroboter, Multisensorscanning zur Qualitätsbestimmung, Holzdefekterkennung

Entdecken Sie Artikel in demselben Anwendungsbereich