Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch Deutsch
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Inhalt archiviert am 2022-12-21

Article available in the following languages:

Mehr Benutzerfreundlichkeit für Behinderte im Internet

Die Europäische Kommission hat eine Mitteilung verfasst, die darauf abzielt, öffentliche Websites für Behinderte benutzerfreundlicher zu machen. Die Mitteilung legt als einer der Impulse für die Sicherstellung, dass ein Schritt in Richtung Informationsgesellschaft die soziale...

Die Europäische Kommission hat eine Mitteilung verfasst, die darauf abzielt, öffentliche Websites für Behinderte benutzerfreundlicher zu machen. Die Mitteilung legt als einer der Impulse für die Sicherstellung, dass ein Schritt in Richtung Informationsgesellschaft die soziale Ausgrenzung nicht weiter erhöht, Leitlinien für Webdesigner und Webmaster fest, mit denen die Zugänglichkeit von Websites für behinderte Menschen verbessert werden soll. Erstellt wurden die Leitlinien von der Web Accessibility Initiative (WAI), Teil des World Wide Web-Konsortiums, mit Unterstützung des Forschungsprogramms für Telematikanwendungen des Vierten Rahmenprogramms der Europäischen Kommission. Es werden beispielsweise folgende Maßnahmen empfohlen: Sicherstellung, dass Bildern eine Texterläuterung beigefügt ist, und Gewährleistung, dass audiovisuelle Inhalte mit entsprechenden Erklärungen versehen sind. Die Kommission betonte, dass das Ziel der Leitlinien darin besteht, nicht nur behinderten Menschen zu helfen, sondern die Gestaltung und Benutzerfreundlichkeit von Websites für jedermann zu verbessern. Die in der Mitteilung "eEurope 2002: Zugänglichkeit von öffentlichen Websites und deren Inhalt" (eEurope 2002: Accessibility of public websites and their content) genannten Maßnahmen sollen bis Ende des Jahres umgesetzt werden. Bezugnehmend auf die 37 Millionen Behinderten in Europa sagte Erkki Liikanen, der für Unternehmen und die Informationsgesellschaft zuständige EU-Kommissar, am 25. September: "[Diese] 10 Prozent der Bevölkerung haben Behinderungen und können auf viele Webseiten und -sites aufgrund der Art und Weise, wie sie aufgebaut sind, nicht zugreifen...die Kommission wird dem letzteren Problem mit dieser Mitteilung gerecht." Obwohl die Software, mit der Websites kompatibel gemacht werden können, weitgehend verfügbar und leicht anzuwenden ist, ist ihre Anwendung nach wie vor optional und viele Webmaster sind über das Vorhandensein dieser Software nicht informiert. Das ist eines der Probleme, das mit Hilfe der Mitteilung angegangen werden soll. Indem die Initiative sicherstellt, dass öffentliche Sites kompatibel sind, werden nicht nur viele Websites angepasst, sondern es werden auch die Veränderungen herausgestellt, so dass die Vorteile auch für andere Websites, wie z.B. die des privaten Sektors, offensichtlich werden. Die Websites aller europäischen Institutionen werden bis Ende des Jahres den Leitlinien gemäß angepasst. Die Fortschritte bei der Umsetzung der Leitlinien werden von einer im Rahmen des Aktionsplans "eEurope 2002" eingerichteten Expertengruppe "Zugänglichkeit für alle" (Accessibility for all) überwacht. Einige Länder, wie etwa Dänemark, haben bereits die Initiative für das Benchmarking ihrer eigenen Fortschritt in diesem Bereich ergriffen. Kommissar Liikanen hob hervor, dass er es begrüßen würde, wenn andere dem Beispiel folgten. "Wir ziehen natürlich in Betracht, dass Organisationen, die öffentliche Mittel von europäischen Institutionen oder den Mitgliedstaaten erhalten, ermuntert werden sollten, ihre Websites entsprechend zugänglich zu machen", so Liikanen. Dem Vorsitzenden des Europäischen Behindertenforums (EDF) Yannis Vardakastanis zufolge könnte der potenzielle Effekt dieser Veränderungen bedeutsam für die Behindertengemeinschaft sein. "Informationen sind lebenswichtig für alle Bürger in der Gesellschaft, um in den Genuss der uneingeschränkten Bürgerrechte und Gleichheit zu kommen", so Vardakastanis. "In der heutigen Informationsgesellschaft ist das Internet einer der wichtigsten Kanäle für die Kommunikation, das Arbeiten oder das Einkaufen von Produkten. Für behinderte Menschen kann die Art und Weise, wie Websites aufgebaut sind, den Unterschied zwischen Integration und sozialer Ausgrenzung ausmachen." Schließlich betonte Kommissar Liikanen, dass er auf kurze Sicht eine hohe Priorität des Problems der Website-Kompatibilität befürworte. "Wir sind der Meinung, dass es eine groß angelegte Initiative geben sollte, die sich der Aufgabe widmet, die allgemeine Zugänglichkeit der öffentlichen und privaten Websites im Laufe des Jahres 2003, dem europäischen Jahr der Behinderten, zu erreichen." Bevor es soweit ist, wird am 3. Dezember mit zwei von der Europäischen Kommission organisierten Veranstaltungen der Europäische Tag der Behinderten gefeiert. In Brüssel wird die Veranstaltung "Breaking barriers awards" (Auszeichnungen für die Überwindung von Barrieren) stattfinden, bei der drei Auszeichnungen für bestmögliche Verfahren im Bereich Design in den Kategorien Wohnung, Arbeitsplatz und Reisen vergeben werden. An diesem Tag wird auch eine Konferenz am runden Tisch stattfinden, an der Anna Diamantopoulou, Europäische Kommissarin für Beschäftigung und Soziales, und führende Vertreter aus dem Bereich Design und Behinderung teilnehmen werden.

Mein Booklet 0 0