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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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ESA-Workshop nimmt Rolle von Satelliten beim Management natürlicher Katastrophen unter die Lupe

Der erste Workshop zur Internationalen Charta über den Weltraum und Großkatastrophen (International Charter on Space and Major Disasters) fand am 10. Oktober im Weltraumforschungsinstitut ESRIN der Europäischen Weltraumorganisation in Frascati (Italien) statt. An dem Treffen n...

Der erste Workshop zur Internationalen Charta über den Weltraum und Großkatastrophen (International Charter on Space and Major Disasters) fand am 10. Oktober im Weltraumforschungsinstitut ESRIN der Europäischen Weltraumorganisation in Frascati (Italien) statt. An dem Treffen nahmen nationale Weltraumbehörden teil, die Mitglieder der Charta sind, sowie Vertreter der Raumfahrtindustrie und von Zivilschutzbehörden, die Satellitendaten für die Kartierung und Vorbeugung von Katastrophen verwenden. Die Delegierten appellierten an die Europäische Union und die Vereinten Nationen, einen Rahmen für zusätzliche Dienste wie etwa Referenzkarten von Katastrophengebieten und rasche Schadenseinschätzungen bereitzustellen. Weitere Vorschläge für künftige Verbesserungen umfassten die Notwendigkeit der Kombination von Satellitendaten mit anderen Informationsquellen und die Verbesserung des Notfallmanagements. Während des Workshops wurden der europäischen Weltraumindustrie die Ziele, Mitglieder und Mechanismen der Charta präsentiert. Die Charta, die im November 2000 in Kraft trat, kam bereits elf Mal zum Tragen, um aktuelle Informationen zu liefern, die benötigt wurden, um natürliche oder technologische Katastrophen wie etwa das Hochwasser des Saône-Flusses in Frankreich im März 2001 vorherzusagen und zu bewältigen. Im Rahmen der Charta haben sich die Weltraumbehörden von Europa, Frankreich, Kanada, den USA und Indien darauf geeinigt, Satellitendaten bereitzustellen, um Notfall- und Rettungsorganisationen die Bekämpfung von natürlichen Katastrophen zu ermöglichen. Auf diese Weise trägt sie dazu bei, die wichtigen Raumfahrt- und Zivilschutzbehörden in einen langfristigen Dialog zu bringen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat außerdem mitgeteilt, dass sie die Verträge zweier ihrer Direktoren - Jörg Feustel-Büechl und Claudio Mastracci - erneuert hat. Die Entscheidung wurde auf Empfehlung von Generaldirektor Antonio Rodotà auf dem ESA-Rat am 10. und 11. Oktober in Paris getroffen. Der aus Deutschland kommende Feustel-Büechl arbeitet seit 1986 bei der ESA. Er ist für die Organisation des europäischen Beitrags zur Internationalen Raumstation und zu entsprechenden Programmen verantwortlich. Der gebürtige Italiener Mastracci ist weiterhin mit dem ARTES-Programm beauftragt. Dieses umfasst die Technologieentwicklung, Machbarkeitsstudien und die Systementwicklung für zukünftige Weltraum-Telekommunikationsprogramme sowie EGNOS, das europäische Satellitennavigationssystem.

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