Beirat für Eisenbahnforschung erzielt Fortschritte bei der strategischen Forschungsagenda
Der European Rail Research Advisory Council (ERRAC- Europäischer Beirat für Eisenbahnforschung) erziele gute Fortschritte bei der Definition und Umsetzung einer strategischen Bahnforschungsagenda für Europa, teilte der Vorsitzende des Beirats, Philippe Renard, CORDIS-Nachrichten mit. Nach der zweiten Plenarsitzung von ERRAC am 27. Februar in Brüssel sagte Renard, obwohl dies erst der Anfang sei (ERRAC wurde im November 2001 gegründet) schreite der Beirat voran, weil die Kommission viel Druck auf ihn ausübt, was Renard als eine gute Sache betrachtet. "Wir arbeiten in zwei Richtungen", so Renard gegenüber CORDIS-Nachrichten, "eine globale Vision, was die Bahn in 20 Jahren bedeutet und was getan werden muss, damit dies geschieht." Die anfänglichen Diskussionen würden in konkrete Forschungsbereiche umgesetzt werden, fügte er hinzu. Dies ist das erste Mal, dass so viele Interessengruppen im Bereich Bahn zusammengekommen sind, um auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten. Renard äußerte sich positiv über die Gründung eines solchen Beirats. Er sei erfreut, dass die Kommission sich erstmals an Interessengruppen gewandt hat und "Wir brauchen euch" gesagt hat. Renard ist auch optimistisch, dass ihre Arbeit wirklich etwas bewegt. Renard lobte die Vielfalt innerhalb von ERRAC, dem Vertreter aus der Industrie, der Hochschulen, nationaler Ministerien, des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission angehören. Viele Bereiche der Kommission sind im ERRAC vertreten. Diese sind die GDs Unternehmen, Energie und Verkehr, Umwelt und Forschung. Trotz der nicht zu leugnenden Interessenunterschiede zwischen einigen ERRAC-Mitgliedern hätten die Beteiligten keine Schwierigkeiten, sich auf gemeinsame Ziele zu einigen, so Renard gegenüber CORDIS-Nachrichten. "Wir arbeiten in jedem der Programme, im RP5 und im RP6 (Fünftes und Sechstes Rahmenprogramm) zusammen, aber es ist nicht ausreichend, in einzelnen Projekten zusammenzuarbeiten, wir sind dabei, eine strategische Vision zu definieren", so der ERRAC-Vorsitzende. Es wurden bereits fünf Prioritäten definiert: Interoperabilität, intelligente Mobilität, Sicherheit, Umwelt und innovative Materialien. Renard ist sich jedoch bewusst, dass es noch viel zu tun gibt, insbesondere um den Termin 4. Juni einzuhalten, wenn ein erster Entwurf der strategischen Forschungsagenda der Kommission auf der Veranstaltung "Surface transport technologies for sustainable development" (Technologien für den Oberflächenverkehr für nachhaltige Entwicklung) in Valencia, Spanien, vorgestellt werden soll.