Kommission schlägt KMU-Unterstützungsdienste vor
Auf einem vom 11. bis 12. April in Wien stattfindenden europäischen Seminar stellt die Europäische Kommission die Ergebnisse ihrer Arbeiten zu Unterstützungsdiensten für kleine Unternehmen dar. Einige Einzelheiten sind jedoch schon vor ihrer Präsentation bekannt geworden, die in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten formuliert wurde. Laut einer für die Kommission durchgeführten Studie wurden von den Strukturfondssubventionen in Höhe von insgesamt 21,3 Milliarden Euro, die zwischen 1994 und 1999 direkt in Fördermaßnahmen für KMU investiert wurden, rund 2,7 Milliarden Euro (12,6 Prozent des Gesamtbetrags) an Unterstützungsdienste für Unternehmen geleitet. Die Regierungen haben eine Reihe Unterstützungsdienste beispielsweise in den Bereichen Recht, Steuerrecht, Soziales, Umwelt, Finanzen, Unternehmensführung, Forschung und Innovation eingerichtet. Jedoch benutzen laut der Kommission die kleinen Unternehmen, die die Unterstützungsdienste am meisten bräuchten, sie am wenigsten, weil ihre Bedürfnisse nicht von den derzeit zur Verfügung stehenden Diensten abgedeckt werden. Die Europäische Charta für Kleinunternehmen (die "Feira-Charta") ruft die Mitgliedstaaten und die EU dazu auf, Unterstützungen für kleine Unternehmen zu fördern, die einfach zu nutzen sind und ihren Bedürfnissen entsprechen. In der Präsentation der Kommission in Wien soll dieses grundlegende Prinzip besonders hervorgehoben werden. Die Kommission wird weiter anführen, dass ein Dienstepaket zur Verfügung gestellt werden sollte, das alle Hauptaufgaben des Managements abdeckt und eng auf Einrichtungen zur Ausbildung von Unternehmensleitungen abgestimmt ist. Ziel muss dabei die Hilfestellung für Unternehmen bei der Entwicklung ihrer eigenen ständigen Managementfähigkeiten sein. Bei der Unterstützung sollten die verschiedenen Bedürfnisse der unterschiedlichen KMU-Arten durch das Angebot bestimmter Servicepakete für die verschiedenen Zielgruppen berücksichtigt werden. Die Unterstützungsorganisationen sollten Verfahren entwickeln, die bestimmen, welcher der beste für den Kunden zur Verfügung stehende Rat ist, und die danach den Zugang der Kunden zu den entsprechenden Fachkräften regeln und weiterverfolgen. Die Kommission wird auch ausführen, dass die Unterstützungsorganisationen Zugang zu den erforderlichen Human- und Materialressourcen haben sollten, um erstklassige Dienste anbieten zu können. Insbesondere die Ressourcen der Informationstechnologie müssen häufig überprüft werden. Die Entwicklung einer eigenen professionellen Kultur muss unter den Mitarbeitern der Unterstützungsdienste weiter gefördert werden und Qualitätskontrollsysteme müssen regelmäßig durchgeführt werden. Diese und weitere Vorschläge werden von der Kommission in Wien auf der Grundlage zweier neuer Dokumente vorgestellt: "Creating Top-Class Business Support Services" (Erstklassige Unterstützungsdienste für Unternehmen) und "Support services for micro, small and sole-proprietor businesses" (Unterstützungsdienste für Kleinst-, Klein- und Einzelunternehmen).