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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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Forschungsbeirat betont Bedeutung der Forschung gegenüber Europäischem Konvent

EURAB, der europäische Forschungsbeirat, beabsichtigt, dem neuen Europäischen Konvent ein Dokument vorzulegen, in dem die Bedeutung der Forschung dargestellt wird, so die EURAB-Vorsitzende, Professor Helga Nowotny, im Gespräch mit CORDIS-Nachrichten. EURAB wurde im Juni 2001 ...

EURAB, der europäische Forschungsbeirat, beabsichtigt, dem neuen Europäischen Konvent ein Dokument vorzulegen, in dem die Bedeutung der Forschung dargestellt wird, so die EURAB-Vorsitzende, Professor Helga Nowotny, im Gespräch mit CORDIS-Nachrichten. EURAB wurde im Juni 2001 gegründet. Zu seinen 45 Mitgliedern zählen einige der bekanntesten Wissenschaftler und Industriellen Europas. Sein Auftrag ist, die Forschungspolitik der Europäischen Kommission beratend zu unterstützen. Professor Nowotny sagte, die Gruppe möchte "eine deutliche Botschaft über die Bedeutung von Forschung und Innovation aussprechen" und dem Europäischen Konvent vorlegen. "Es liegt auf der Hand, dass ein Gremium, das sich mit der Zukunft Europas, dem EG-Vertrag und dem einzurichtenden Konvent befasst, auch den Aspekt des Wissens und die Bedeutung der Forschung und Innovation berücksichtigen sollte", äußerte Professor Nowotny gegenüber CORDIS-Nachrichten. Im Gegensatz zu seiner Vorgängerin, der ESTA (Europäische Vereinigung für Wissenschaft und Technologie), sind in diesem Gremium sowohl die Wirtschaft als auch die Wissenschaft vertreten. Ein weiterer Unterschied zur ESTA besteht darin, dass die Kommission nicht für die Ernennung der EURAB-Mitglieder zuständig ist. Statt dessen wurden jeweils 20 Personen von der Europäischen Wissenschaftsstiftung (EWS) und der Union der Industrie- und Arbeitgeberverbände Europas (UNICE) benannt. Die Kommission benannte anschließend fünf weitere Personen, um so für einen geografischen Ausgleich zu sorgen. Professor Nowotny hält diese Unabhängigkeit für wichtig. "Das Aufnahmeverfahren sollte eine gewisse Unabhängigkeit von der Kommission erkennen lassen", sagte sie. EURAB bietet langfristige strategische Beratung zum Europäischen Forschungsraum sowie kurzfristige Beratung an. Am 28. Mai, dem Tag des Gesprächs von Professor Nowotny mit CORDIS-Nachrichten, fand eine Vollversammlung statt, auf der die Fortschritte einer Anzahl von Arbeitsgruppen untersucht und speziellere Themen wie der achte vorrangige Themenbereich des Sechsten Rahmenprogramms (der die Planung im Vorgriff auf den künftigen Bedarf beinhaltet), Aufrufe zur Interessenbekundung, die Rolle der Universitäten und Möglichkeiten der Innovationsförderung diskutiert wurden. Professor Nowotny ist felsenfest davon überzeugt, dass die Empfehlungen von EURAB zur Bewertung, wozu auch die Abschaffung der Anonymität der Vorschläge und ein geändertes Ernennungsverfahren für Bewerter zählen, logisch sind. "Die von uns eingebrachten Vorschläge sind weder besonders neu, noch besonders radikal. Meiner Ansicht nach beruhen sie auf gesundem Menschenverstand und Erfahrung", sagte sie. Hinsichtlich der achten Priorität stellt sich EURAB die Frage, woran man bahnbrechende Entwicklungsansätze erkennen kann. Man wünscht sich ein System, in dem die gegenseitige Beurteilung zwar beibehalten, aber "so viel Risikobereitschaft wie möglich einzubeziehen versucht" wird. Die Anonymität sollte abgeschafft werden, da es sich dabei um "Vernebelung" handele, die "nicht funktioniert", so Professor Nowotny. Die in diesem Bereich tätigen Personen können anhand des Stils, der Zitate, der Untersuchungsmethode oder ganz einfach auf Grund ihrer Kenntnis der Akteure auf diesem Gebiet erkennen, von wem der jeweilige Vorschlag stammt, erläuterte die EURAB-Vorsitzende. Die Empfehlungen für die Ernennung von Bewertern zielen auf die Lösung "des einzigen Punktes ab, der im Fünften Rahmenprogramm auf heftige Kritik gestoßen war - die freiwillige Bewerbung von Prüfern", so Professor Nowotny. "Das verstieß gegen die akademische Kultur und ist unangebracht. Sie werden gebeten, sich als Prüfer zur Verfügung zu stellen". Sie schlägt der Kommission vor, europäische und nationale Forschungsorganisationen zu bitten, Prüfer zu empfehlen, da diese wissen, wer über Erfahrungen in diesem Bereich verfügt. Professor Nowotny schildert die Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit der Kommission äußerst positiv. "Wir haben den Eindruck, dass die Kommission ein wirkliches Interesse an unserer Beratung zeigt, und genau so wichtig ist es für uns, die einschlägigen Informationen von der Kommission zu erhalten", sagte sie. "Ich bin sicher, dass unser Rat in manchen Fällen nicht befolgt werden oder es Meinungsverschiedenheiten geben wird, aber das gehört dazu, wenn man eine weitergehende Diskussion in Gang bringen will", fuhr sie fort.

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