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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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Nanotechnologie-Bericht unterstreicht Bedenken bezüglich der Förderung unter dem RP6

In einem vom Europäischen Parlament herausgegebenen Arbeitspapier werden Bedenken geäußert, dass die Nanotechnologie-Forschung in Europa durch die Tendenz zur Bevorzugung großer Forschungsprojekte bei der Mittelvergabe bedroht sein könnte. Der Bericht wurde nach Diskussionen...

In einem vom Europäischen Parlament herausgegebenen Arbeitspapier werden Bedenken geäußert, dass die Nanotechnologie-Forschung in Europa durch die Tendenz zur Bevorzugung großer Forschungsprojekte bei der Mittelvergabe bedroht sein könnte. Der Bericht wurde nach Diskussionen mit Einzelpersonen, die im Bereich der Nanotechnologie-Forschung tätig sind oder Projekte in mit der Nanotechnologie zusammenhängenden Bereichen leiten, erstellt. Es wird über Bedenken berichtet, dass kleinere Forschungsgruppen bei der EU- und europäischen Förderung verlieren, weil der Schwerpunkt zunehmend auf die Unterstützung von Initiativen mit großem Umfang gelegt wird, wie z.B. solche, die unter dem Sechsten Rahmenprogramm für Forschung der EU vorgesehen sind. In dem Bericht heißt es: "Es gibt Bedenken, dass es mit der zunehmenden Größe der Projekte für die 'Einzelperson im Labor' immer schwieriger wird, eine Förderung für Projekte zu erhalten, da die durchschnittlichen Kosten für geförderte Projekte steigen. Dies ist insbesondere eine Reaktion auf den wahrscheinlichen Anstieg der Projektförderung für das Sechste Rahmenprogramm und den Trend einiger nationaler Organe, größere Projekte zu fördern." Laut dem Bericht werden Entdeckungen in diesem Bereich jedoch nicht nur in großen Labors gemacht, sondern auch in kleineren universitären Gruppen und Forschungsinstitutionen. Des Weiteren lasse der Anstieg der Zahl der geförderten Kooperationen in größerem Rahmen möglicherweise einige Labore 'außen vor'. "Dies wird als eine 'Politisierung' der Nanotechnologie-Forschung wahrgenommen, wobei große Geldsummen und Ansehen mit einer kleinen Anzahl von kooperierenden Forschungsgruppen, die eine Vielzahl von Aktivitäten durchführen, verbunden sind. Dies erschwert es denjenigen, die nicht dazu gehören, die erforderliche Förderung für ihre Forschung zu erhalten", so der Bericht. Außerdem unterstreicht der Bericht das Problem, dass Industrieorgane mit führenden Rollen in diesen Großprojekten langfristige Prioritäten zugunsten von kurzfristigen Ergebnissen übergehen könnten. Ein weiteres Problem, auf das die Studie eingeht, ist der derzeitige Mangel an Förderung auf EU-Ebene für talentierte junge Nanotechnologie-Forscher. Es wird erklärt: "Innerhalb des EU-Rahmens ist kein solches Programm verfügbar oder denjenigen, die in der Nanotechnologie-Forschung tätig sind, nicht bekannt. Ein solches Programm wäre vorteilhaft, da talentierte junge Forscher dazu ermutigt würden, in Europa zu bleiben, da sie ihren eigenen Forschungsweg einschlagen könnten." Der am häufigsten geäußerte Kritikpunkt der in der Studie Befragten ist der Mangel an geeigneten Studenten oder Doktoranden, der teilweise durch Vorschriften der EU und einige Regierungsverträge, die die Mitarbeit von Forschern, die nicht aus Europa kommen, verbieten, verursacht wurde. Ein mangelndes Interesse an einer wissenschaftlichen Laufbahn im Allgemeinen, das durch lange Arbeitszeiten und geringe Bezahlung noch verstärkt wird, wurde ebenfalls als Ursache des Problems benannt. Die Autoren des Berichts erklären: "Innerhalb Europas gibt es jetzt eine Initiative, den Status und die Bezahlung von Schullehrern und anderen Angestellten des öffentlichen Sektors zu verbessern, jedoch gibt es keine ähnlichen Bemühungen, Anreize dafür zu schaffen, dass Wissenschaftler an den Hochschulen bleiben, anstatt in die Industrie zu gehen oder in andere Regionen ziehen, um ihre Forschung zu Ende zu führen." Laut dem Bericht hat Europa, als eine Einheit, weltweit die führende Position bei der Anzahl der Nanotechnologie-Publikationen inne. Die Aufschlüsselung in einzelne Länder sieht jedoch etwas anders aus. Hier sind die USA an führender Stelle, gefolgt von Russland, Japan, Deutschland und China.

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