Europäische Erhebung über Breitbandanschlüsse zeigt große Fortschritte in Deutschland
Eine Erhebung über Internetanschlussgeschwindigkeiten von privaten Anschlüssen in Europa hat gezeigt, dass deutsche Haushalte über die meisten Breitbandanschlüsse verfügen. Die Erhebung durch das Marktforschungsinstitut Nielsen/NetRatings, die sich auf sieben große EU-Länder (Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Spanien, Schweden, Vereinigtes Königreich) beschränkte, hat gezeigt, dass 39 Prozent der deutschen Haushalte an das Breitbandnetz angeschlossen sind. In der Erhebung steht Schweden mit 33 Prozent der Haushalte, die einen Hochgeschwindigkeitszugang haben, an zweiter Stelle. Diese beiden haben einigen Abstand zu den übrigen Ländern und werden gefolgt von den Niederlanden mit 20 Prozent, Spanien und Italien mit 18 Prozent und Frankreich mit 17 Prozent. Eine der großen Überraschungen ist, dass das Vereinigte Königreich mit gerade mal neun Prozent an Haushalten mit Breitbandanschluss mit einigem Abstand ganz unten auf der Liste steht. Tom Ewing, Analytiker bei Nielsen/NetRatings, teilte mit, dass die Zahlen die Ziele der britischen Regierung gefährden könnten. "Was wir hier sehen ist eine Verbesserung, allerdings keine große. Die Zahl der Breitbandanschlüsse wächst [im Vereinigten Königreich], aber das von der Regierung gesetzte Ziel, hinsichtlich der Breitbandanschlüsse bis 2005 die Führungsrolle unter den G7 übernehmen zu wollen, ist verglichen mit den aktuellen Wachstumsraten absurd." Eines der überraschendsten Ergebnisse war, dass die Zahl für das VK erheblich geringer war als für Frankreich, das derzeit eine geringere Internetdurchdringungsrate hat als das Vereinigte Königreich.