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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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Kooperationsprojekt zur Bereitstellung von E-Health-Diensten für Europa

Ziel eines von der Kommission finanzierten Kooperationsprojekts zwischen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) ist es, Politiken für die Bereitstellung von E-Health-Diensten für die Bürge...

Ziel eines von der Kommission finanzierten Kooperationsprojekts zwischen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) ist es, Politiken für die Bereitstellung von E-Health-Diensten für die Bürger Europas bis 2010 zu formulieren. Das Telemedicine Alliance-Projekt zielt darauf ab, die Nutzung von Telekommunikationstechnologien in der Medizin zu fördern und dabei die unterschiedlichen E-Health-Systeme der Länder zu vereinheitlichen, um die Bürger mit nahtlosen Dienstleistungen innerhalb der gesamten EU zu versorgen. Vertreter des Projekts nahmen vor kurzem außerdem in Brügge an der Konferenz "Delivering e-health across Europe" (Bereitstellung von E-Health-Diensten in Europa) teil. Die ESA mag zwar als ein ungewöhnlicher Partner in einem E-Health-Projekt erscheinen, doch Weltraumtechnologien werden durch ihre Technologietransferprogramme bereits bei Herzoperationen, in der Zahnmedizin, bei der Feststellung von Melanomen sowie in vielen Bereichen der medizinischen Forschung eingesetzt. Die ESA-Satelliten sind ebenfalls Schlüsselelemente für die Bereitstellung von effizienten E-Health-Diensten. Sie kommen in Notfallsituationen oder in abgelegenen Gegenden zum Einsatz, um Bilder und Patienteninformationen an Fachärzte in anderen Teilen der Welt zu übertragen. Die jüngste Demonstration der medizinischen Anwendungen der ESA-Technologie fand am 5. Dezember statt, als ein Radiologe des Hôpital St Anne in Toulon, Frankreich, einen ferngesteuerten Roboterarm mit einer Videokonferenzausrüstung und Satellitenkommunikation zur Diagnose eines Versuchspatienten an Bord des auf See stationierten französischen Arztboots Sirocco einsetzte. Die Vorzüge der E-Health-Dienste sind offenkundig. Routine-Checkups könnten online durchgeführt werden und den Gesundheitsdiensten Zeit, Geld und Ressourcen einsparen, zur Unterstützung einer effektiven Behandlung könnten die Krankenblätter der Patienten jedem Krankenhaus in Europa direkt zur Verfügung gestellt werden und behinderte und ältere Patienten könnten Ärzte konsultieren, ohne dafür ihre Wohnung verlassen zu müssen. Bevor derartige Dienstleistungen jedoch vollständig entwickelt werden können, müssen zunächst einige zentrale Fragen gelöst werden. Dazu zählt die Sicherstellung der Vertraulichkeit der digital gespeicherten Patientenunterlagen, die Erleichterung und der Schutz des Austauschs von Gesundheitsdaten sowie die Vereinheitlichung der Gesundheitsdienste in Europa bei gleichzeitiger Achtung der unterschiedlichen Kulturen und Systeme. Das Telemedicine Alliance-Projekt hofft, mit seiner Arbeit einen Beitrag zur Lösung solcher Probleme und zur Verwirklichung des Gesamtziels der Bereitstellung von effizienten E-Health-Diensten für alle Europäer zu leisten.

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