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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Von der EU finanziertes Projekt will Darminfektionen mit gesundheitsförderlichen Bakterien bekämpfen

Ein laufendes, von der EU gefördertes Projekt hat neue Bakterienstämme identifiziert, die eine gesundheitsförderliche Wirkung bei Darmentzündungen und -infektionen haben können. DEPROHEALTH ist ein gemeinsames Projekt, das mit 1,4 Millionen Euro aus dem Programm "Lebensqualit...

Ein laufendes, von der EU gefördertes Projekt hat neue Bakterienstämme identifiziert, die eine gesundheitsförderliche Wirkung bei Darmentzündungen und -infektionen haben können. DEPROHEALTH ist ein gemeinsames Projekt, das mit 1,4 Millionen Euro aus dem Programm "Lebensqualität" des Fünften Rahmenprogramms gefördert wird. Sein Ziel ist die Entwicklung von oralen Impfstoffen auf Grundlage von probiotischen Bakterien zur Behandlung der Auswirkungen von Erkrankungen wie Morbus Crohn und dem Rotavirus, das bei Säuglingen Durchfall verursacht. Das Projekt ist Teil der Gruppe PROEUHEALTH, in der 64 Forschungspartner aus 16 europäischen Ländern in wissenschaftlichen, medizinischen und gewerblichen Fragen zusammenarbeiten. Die Projektgruppe will ein besseres Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen Nahrung, Darmbakterien und Gesundheit und Erkrankungen des Menschen schaffen. Im Rahmen des DEPROHEALTH-Projekts wurden bei In-Vitro-Experimenten bereits bestimmte Lactobacillus-Stämme entdeckt, die eine positive Wirkung auf Darmentzündungen besitzen. Die vier aussichtsreichsten probiotischen Stämme werden weiteren Studien an Freiwilligen und Mäusen unterzogen. Die Stämme, die die besten Ergebnisse erzielten, erzeugten alle höhere Werte wirksamer Signalstoffe (Interleukine), die vor bakteriellen Entzündungen schützen. Anfangs bewertete das Projektteam, zu dem Forschungsinstitute, Hochschulen und Unternehmen aus Frankreich, Italien, Belgien, Spanien, dem VK und Australien gehören, verschiedene Lactobacillus-Stämme auf ihre Eignung. Da sie das Ziel verfolgten, einen oralen Impfstoff zu entwickeln, mussten die Wissenschaftler geeignete Stämme bestimmen, die sich nicht nur als entzündungshemmend erwiesen, sondern auch die saure Umgebung des menschlichen Verdauungstrakts überstehen. Die vom Team gefundenen gesundheitsförderlichen Bakterien könnten eines Tages in Kapselform oral verabreicht werden und theoretisch auch täglichen Nahrungsmitteln zugesetzt werden, sodass die Einnahme nochmals erleichtert wird. Auf diese Weise hoffen die Forscher, Millionen Menschen, die Darmerkrankungen aufweisen, Linderung zu verschaffen und so deren Lebensqualität zu verbessern.

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