Kommission richtet Datenbank zur Forschung über Acrylamid in Lebensmitteln ein
Die Europäische Kommission hat eine neue Online-Forschungsdatenbank zu den Gesundheitsrisiken durch Acrylamid in Lebensmitteln eingerichtet. Acrylamid, eine Chemikalie, die Krebs verursachen kann, entsteht, wenn bestimmte Kohlehydrate bei hohen Temperaturen gebacken oder gebraten werden. Während Tierversuche darauf hinweisen, dass es einen Zusammenhang zwischen Acrylamid und bestimmten Arten von Krebs gibt, ist es weniger klar, ob dieser Zusammenhang auch bei Menschen besteht. Eine 2002 veröffentlichte schwedische Studie zeigte, dass der Anteil von Acrylamid in Lebensmitteln wesentlich höher ist, als zuvor angenommen wurde. "Wir müssen uns das Thema Acrylamid in Lebensmitteln sehr genau anschauen, um die potenzielle Gefahr für die öffentliche Gesundheit zu bewerten und zu bestimmen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Es ist wichtig, dass alle Forscher ein globales Bild davon haben, welche Anstrengungen unternommen werden. Diese Datenbank wird zu diesem Bild beitragen", so das für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissionsmitglied David Byrne. Die Kommission hat die Datenbank in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) entwickelt. Ziel ist es, die Forschung, die über Acrylamid in Lebensmitteln durchgeführt wird, darzustellen und so zu garantieren, dass sich ergänzende Fortschritte erzielt werden. Die Informationen in der Datenbank werden regelmäßig unter zehn Überschriften aktualisiert: - Acrylamidgehalt in Lebensmitteln - Belastung durch Acrylamid durch die Ernährung - Wege zur Reduzierung des Acrylamidgehalts in Lebensmitteln - Entstehungsmechanismen - Bioverfügbarkeit von Acrylamid in Lebensmitteln - Toxikologie/Kanzerogenität - Biomarker - Epidemiologie - Analysemethoden - Internationale Aktivitäten.