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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Ängste vor der Biotechnologie müssen in ihrem Zusammenhang gesehen werden

Wie der Nobelpreisträger Kary Mullis am 25. März im Rahmen einer Vorlesung über Chancen des Biotechnologie-Zeitalters sagte, müsse die Hysterie, die entsteht, sobald es um die Biotechnologie geht, in ihrem Zusammenhang gesehen werden. Vor dem Parlamentsreferat "Bewertung wiss...

Wie der Nobelpreisträger Kary Mullis am 25. März im Rahmen einer Vorlesung über Chancen des Biotechnologie-Zeitalters sagte, müsse die Hysterie, die entsteht, sobald es um die Biotechnologie geht, in ihrem Zusammenhang gesehen werden. Vor dem Parlamentsreferat "Bewertung wissenschaftlicher und technischer Optionen" (STOA) sagte Nobelpreisträger Dr. Mullis, es gäbe schon seit Tausenden von Jahren bestimmte Formen der genetischen Veränderung, so z. B. bei Mais und Weizen und die neu gezüchteten kernlosen Melonen. "Genveränderungen sind nichts Neues", betonte er. Dass die Gesellschaft etwa Maultiere akzeptiert, wertete Dr. Mullis als Beweis dafür, dass eine genetische Veränderung auch positiv empfunden werden kann. Dr. Mullis zufolge wird die Sichtweise der Biotechnologie in der Gesellschaft stark davon beeinflusst, wie diese Tätigkeiten beschrieben werden. "Das neue Vokabular der Biotechnologie jagt den Menschen Angst ein. Was man früher als Gartenbau bezeichnete, wird nun genetische Veränderung genannt", sagte er. Zur Forderung seitens der Politik, die Toxizitätsprüfung von bis zu 35.000 chemischen Stoffen vorzuschreiben, sagte Dr. Mullis, die Politik würde zu viele Gesetze erlassen. Außerdem sei es unmöglich, jede einzelne Chemikalie auf ihre möglichen Auswirkungen auf das endokrine System zu untersuchen. Letztlich würden die an den Tests beteiligten Unternehmen den größten Nutzen aus solchen überflüssigen Tests ziehen. In einer lebhaft geführten Diskussion im Anschluss an den Vortrag brachten Mitglieder des Europäischen Parlaments verschiedene Probleme zur Sprache, die die Sorgen im Zusammenhang mit der Biotechnologie belegen. Die irische Abgeordnete Nuala Ahern verwies auf neuere Untersuchungen, wonach die Fortpflanzungsorgane des Mannes durch die Freisetzung genetisch veränderter Organismen (GVO) beeinträchtigt werden könnten. Eryl McNally (MdEP, VK) war ebenfalls der Auffassung, dass die Ängste vor GVO zum Teil durch das verwendete Vokabular und Spekulationen in den Medien verstärkt werden. Gleichzeitig betonte sie, dass das Parlament im Zusammenhang mit GVO besonderen Wert auf das Vorsorgeprinzip legt.

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