AdR: Rolle der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften bei Entwicklung des Unternehmergeists übersehen
Der Ausschuss der Regionen (AdR) begrüßte das Grünbuch der Kommission "Unternehmergeist in Europa", kritisiert jedoch, dass darin die Rolle der lokalen und regionalen Ebene bei der Entwicklung des Unternehmergeists in der Union nur wenig berücksichtigt wird. Constance Hanniffy, die Berichterstatterin für diese Stellungnahme des AdR zum politischen Dokumentenentwurf der Kommission, kommt zu dem Schluss, dass lokale und regionale Gebietskörperschaften "eine bedeutende Rolle beim [...] Abbau bürokratischer Auflagen, der Einführung steuerlicher Erleichterungen, der Vernetzung von KMU [kleinen und mittleren Unternehmen], der Förderung der Entwicklung der Informationstechnologien und der aktiven Beteiligung an Maßnahmen auf dem Gebiet der Solidarwirtschaft spielen müssen". Der AdR wünscht die Ausarbeitung eines spezifischen Programms zur Unterstützung der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften, um so die Verknüpfung und Vernetzung von Unternehmen, lokalen Universitäten und Forschungsinstituten zu verbessern. Er spricht sich ferner für Fördermaßnahmen aus, durch die Austauschmaßnahmen und Vermittlungen von angehenden Unternehmern erleichtert werden, damit diese Erfahrungen mit den besten Verfahren gewinnen, neue Märkte erkunden und Fremdsprachenkenntnisse und unternehmerische Fähigkeiten ausbauen können. Vor allem, so der Ausschuss, sollte zwischen kleinen, mittleren und Großunternehmen klar unterschieden werden, um die verschiedenen Strategien an die jeweilige Gruppe anzupassen. Auch den Schwierigkeiten von Frauen, Angehörigen ethnischer Minderheiten und älteren Personen sollte Rechnung getragen werden, heißt es in der Stellungnahme. Die Kommission hat bereits einige dieser Themen in Angriff genommen. Sie hat am 26. Juni eine Konferenz für Unternehmer aus ethnischen Minderheiten veranstaltet. Abschließend warnt der AdR in seiner Stellungnahme, die Kommission solle "sich nicht zu sehr auf die Vorgabe von Zielen verlassen". Sie solle nicht die eigentlichen Ziele des Plans aus den Augen verlieren: Schaffung von Beschäftigung und Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, sozialer Zusammenhalt und persönliche Entfaltung.