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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Bericht bewertet sozioökonomische Inhalte des RP5

Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht hat das Fünfte Rahmenprogramm (RP5) erfolgreich die von Politikern gestellte Aufgabe erfüllt, sozioökonomische Überlegungen in die Forschungsaktivitäten seiner thematischen Programme einzubeziehen. In seinem Vorwort zu dem Bericht...

Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht hat das Fünfte Rahmenprogramm (RP5) erfolgreich die von Politikern gestellte Aufgabe erfüllt, sozioökonomische Überlegungen in die Forschungsaktivitäten seiner thematischen Programme einzubeziehen. In seinem Vorwort zu dem Bericht mit dem Titel "The overall socio-economic dimension of community research in the Fifth European Framework programme" (Die gesamte sozioökonomische Dimension der Gemeinschaftsforschung im Fünften Europäischen Rahmenprogramm) erläutert Forschungskommissar Philippe Busquin, dass das RP5 sowohl hinsichtlich der Inhalte als auch des Ablaufs anders als die vorangegangenen Programme konzipiert war. Damit habe man sich den europäischen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer wissensbasierten Gesellschaft gestellt. Er erläutert im Vorwort: "Die Absicht war, sich von der Forschung zum reinen Selbstzweck zu lösen und sie vielmehr auf sozioökonomische Probleme zu richten, d.h. Forschung durchzuführen, die das Potenzial hat, die Veränderungen herbeizuführen, die von der allgemeinen Öffentlichkeit erwartet werden. Damit war das Fünfte Rahmenprogramm das erste, das die europäische Unterstützung für Forschungsaktivitäten mit sozioökonomischem Bezug erheblich gestärkt hat." Da es keine gemeinsam abgestimmten Definitionen und konsistenten Datensätze gibt, hebt der Bericht zunächst die konzeptionellen Fragen hervor, die einer Lösung bedürfen, um einen geeigneten Rahmen für die Bewertung sozioökonomischer Inhalte von Projekten zu schaffen. Insbesondere unterscheidet der Bericht zwischen den sozioökonomischen Auswirkungen von Projekten, die sich auf technologischen Fortschritt konzentrieren und Projekten, bei denen gesellschaftliche Probleme im Mittelpunkt stehen. Es wird auch auf die Entwicklung spezifischer Methoden und Instrumente zur Prüfung der Auswirkungen innerhalb von unter dem RP5 geförderten Projekten Bezug genommen und darauf hingewiesen, dass diese zweifellos dazu beitragen, einen geeigneten Rahmen für zukünftige Evaluierungen zu entwickeln. Der Bericht wendet sich dann den Hauptprogrammen und Leitaktionen des RP5 zu. Es wird festgestellt, dass einige von ihnen eine starke und sofort erkennbare sozioökonomische Relevanz aufweisen. Andere Programme und Leitaktionen ermöglichten wiederum innovative Ansätze, sozioökonomische Forschung mit technologischer Forschung und Entwicklung zu integrieren. Bezüglich des Programms "Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung" (EESD) kommt der Bericht zu dem Schluss, dass dank seiner kontinuierlichen Bemühungen, analytische Instrumente und Methoden für die Unterstützung der Politik zu entwickeln und zu nutzen, das Programm sichtbare und reichliche Anregungen für die politische Entscheidungsfindung geliefert hat. Das Ausmaß, in dem RP5-Programme zur EU-Politik beigetragen haben, wird in einer Zusammenfassung der Ergebnisse einer umfassenden Suche, die in der EURLEX-Datenbank durchgeführt wurde, dargelegt. Obwohl die Ergebnisse nicht als erschöpfend betrachtet werden können, verweist der Bericht auf die Bedeutung von 20 wichtigen Referenzen aus verschiedensten Programmen und Leitaktionen. Sie reichen von politischen Maßnahmen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung über die Sicherheit von Netzwerken, den Kampf gegen übertragbare Krankheiten bis zur Förderung "intermodaler" Verkehrsoptionen. Doch trotz der sozioökonomischen Bedeutung der Programme, Leitaktionen und Projekte des RP5 benennt der Bericht einige Bereiche, die in zukünftigen Rahmenprogrammen noch verbessert werden könnten. Im Hinblick auf die Zukunftsaussichten wird in dem Bericht die Meinung vertreten, dass nicht so sehr Anstrengungen nötig sind, die Zahl der sozioökonomischen Forschungsaktivitäten zu erhöhen, sondern vielmehr, dass der sozioökonomische Wert, der aus den Forschungsprogrammen gewonnen werden kann, sowie seine Sichtbarkeit verbessert werden müssen. Weitere Empfehlungen umfassen die Entwicklung und systematische Nutzung von Instrumenten und Verfahren zur Darstellung sozioökonomischer Inhalte, eine Reihe von Bewertungsindikatoren sowie fortschrittliche Methoden zur Prüfung der Auswirkungen. So sollen politische und andere Entscheidungsträger bei der Setzung von Prioritäten und Zielen unterstützt und die notwendigen Maßstäbe für zukünftige Bewertungsverfahren eingeführt werden.

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