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Europäische Forschungsinstitute unterstützen "offenen Zugang" zu wissenschaftlichen Kenntnissen

Vertreter einiger führender europäischer Forschungsinstitute unterzeichneten am 22. Oktober eine Erklärung zur Förderung einer weiteren Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse und geisteswissenschaftlicher Betrachtungen über das Internet. Die "Berlin Declaration on Op...

Vertreter einiger führender europäischer Forschungsinstitute unterzeichneten am 22. Oktober eine Erklärung zur Förderung einer weiteren Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse und geisteswissenschaftlicher Betrachtungen über das Internet. Die "Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities" (Berliner Erklärung zum offenen Zugang zu Wissen in den Natur- und Geisteswissenschaften) wurde von Forschungseinrichtungen aus Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien und Norwegen unterzeichnet. Sie tritt für eine bessere Nutzung des Internet als Verbreitungsinstrument ein und erklärt, dass das Internet erstmals die Möglichkeit bietet, Wissen universell zugänglich zu machen. "Das Internet hat die praktischen und wirtschaftlichen Realitäten der Verbreitung von wissenschaftlichen Kenntnissen und kulturellem Erbe grundlegend verändert. [Es] bietet jetzt die Möglichkeit, für eine globale und interaktive Darstellung menschlichen Wissens, einschließlich des kulturellen Erbes, eingesetzt zu werden, sowie die Garantie eines weltweiten Zugangs", heißt es in der Erklärung. Jedoch heißt es in der Erklärung, dass die Entwicklung eines realisierbaren Verbreitungsverfahrens viel Unterstützung und Engagement von "jedem Einzelnen, der wissenschaftliche Kenntnisse hervorbringt, und jedem Inhaber kulturellen Erbes" erfordere, da das Internet erhebliche Auswirkungen auf den Charakter wissenschaftlicher Veröffentlichungen sowie auf das bestehende System der Qualitätssicherung hat. Ihrerseits werden die Unterzeichner den Fortschritt in diesem Bereich unterstützen, indem sie ihre Forscher und Stipendiaten ermutigen, ihre Arbeit nach den Prinzipien des "Paradigmas des offenen Zugangs" zu veröffentlichen. Um die Standards der Qualitätssicherung und der guten wissenschaftlichen Praxis aufrechtzuerhalten, werden die Unterzeichner auch Methoden entwickeln, um öffentlich zugängliche Beiträge und Online-Fachzeitschriften zu bewerten. Sie wollen außerdem den Nutzen von Beiträgen für eine offene Zugangsinfrastruktur durch die Entwicklung von Software-Tools, die Bereitstellung von Inhalten, die Schaffung von Metadaten oder die Veröffentlichung einzelner Artikel fördern.

Länder

Deutschland, Frankreich, Ungarn, Italien, Norwegen

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