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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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ESA bereitet Mars-Mission vor

Unbeeindruckt vom augenscheinlichen Scheitern der britischen Mars-Mission Beagle 2 blickt die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) erwartungsvoll dem Jahr 2009 entgegen, in dem der Start der Mission ExoMars vorgesehen ist. Im Rahmen dieser Weltraummission soll ein mobiler Robote...

Unbeeindruckt vom augenscheinlichen Scheitern der britischen Mars-Mission Beagle 2 blickt die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) erwartungsvoll dem Jahr 2009 entgegen, in dem der Start der Mission ExoMars vorgesehen ist. Im Rahmen dieser Weltraummission soll ein mobiler Roboter, der mit der aus wissenschaftlichen Instrumenten bestehenden Nutzlast Pasteur bestückt sein wird, auf dem Mars aufsetzen. Inzwischen wurde mit der Auswahl von zwei technischen Teams, die die genaue Konstruktion des Erkundungsfahrzeugs und seiner Nutzlast entwickeln sollen, ein wichtiger Schritt hin zur Realisierung des ehrgeizigen Roboterprogramms gemacht. Das Erkundungsfahrzeug wird der erste Roboter seiner Art sein, der von der ESA gebaut wird. "Neben der Definition der optimalen Konstruktion für das Erkundungsfahrzeug sollen die technischen Teams auch die einzigartigen Arbeitsbedingungen auf dem Mars berücksichtigen. Bei den Studien wird es genauso um die Konstruktion der Nutzlast Pasteur gehen sowie darum, wie das wissenschaftliche Instrumentenpaket optimal in ein derart hochmobiles Gerät integriert werden kann." Die beiden Konsortien setzen sich aus Unternehmen aus Großbritannien, Italien, Deutschland, Frankreich und Kanada zusammen. Die ESA hat darüber hinaus einen "Ideenwettbewerb" veranstaltet, bei der die Wissenschaftsgemeinschaft ihre Ideen und Vorschläge für die Zusammensetzung der Nutzlast Pasteur einreichen konnte. Rund 50 Vorschläge von über 600 Wissenschaftlern aus 30 Ländern gingen ein. Drei Arbeitsgruppen sind nun mit der schwierigen Aufgabe betraut, die eingereichten Ideen zu sichten und einen Vorschlag für die endgültige Zusammensetzung der Nutzlast und ihren Einsatz auf dem Mars zu erarbeiten. "Es geht darum, ein Multi-Instrumenten-Paket zu definieren, das verschiedene zentrale Aufgaben übernehmen kann", so Jorge Vago, einer der an ExoMars beteiligten Wissenschaftler. "Das Gerät soll in der Lage sein, Löcher in die Marsoberfläche zu bohren, Proben zu entnehmen und zu analysieren, die physikalische Umgebung zu begutachten und nach Biomarkern zu suchen, d.h. nach eindeutigen Zeichen dafür, dass es in der Vergangenheit Leben auf dem Mars gab oder sogar heute noch gibt." Der mobile Roboter soll ferner potentielle Hindernisse für bemannte Missionen zum Mars aufspüren, beispielsweise durch Messung der chemischen Zusammensetzung von Gesteinen. Die Mission ExoMars wird einen Orbiter und ein Landegerät umfassen. Nach Abkopplung des Landegeräts wird der Orbiter als Datensatellit und Schnittstelle zwischen der Erde und dem Erkundungsfahrzeug fungieren.

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