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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Der europäische Stahlsektor erfährt eine Veränderung

Die Europäische Kommission und die europäische Stahlindustrie haben eine EU-Stahltechnologieplattform konzipiert, um den Weg für diesen Industriezweig bis 2030 auszuarbeiten. Diese Plattform konzentriert sich auf vier Themen, die laut im Englischen kurz als die 4 P bezeichnet ...

Die Europäische Kommission und die europäische Stahlindustrie haben eine EU-Stahltechnologieplattform konzipiert, um den Weg für diesen Industriezweig bis 2030 auszuarbeiten. Diese Plattform konzentriert sich auf vier Themen, die laut im Englischen kurz als die 4 P bezeichnet werden: Profit, People (Menschen), Partner und Planet. Obwohl der Stahlsektor der Europäischen Union derzeit in der Welt führend ist und mehr als 250.000 Arbeitplätze bietet, sieht sich die europäische Stahlindustrie einer Reihe von Herausforderungen gegenüber, denen sie sich dringend stellen muss, wenn sie ihre Führungsposition behalten will. Der Europäische Forschungskommissar Philippe Busquin erklärt: 'Stahl ist in Europa ein Schlüsselsektor. Aber wir brauchen mehr Forschung und Investitionen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und den Herausforderungen der Globalisierung und der nachhaltigen Entwicklung erfolgreich zu begegnen. Dank einer langen Geschichte hervorragender Leistungen bei wissenschaftlicher Zusammenarbeit, Innovation und Netzwerken sowie dank der Unterstützung der Stahlforschung der EU kann sich der Sektor heute den Herausforderungen stellen. Die Akteure in der Stahlindustrie, die sich an der Stahltechnologieplattform beteiligen, werden sich gemeinsam um die Ausarbeitung einer Vision bemühen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und im Stahlsektor einen wirklichen europäischen Forschungsbereich zu schaffen. Derzeit genießt die europäische Stahlindustrie im Vergleich zu anderen Teilen der Welt aufgrund der kontinuierlichen und eingebundenen Forschungsarbeiten, die von der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) finanziert werden, einen Wettbewerbsvorteil. Doch der Schwerpunkt verlagert sich allmählich nach Asien, da China seine Produktion auf 40 Millionen Tonnen aufstockt. Darüber hinaus erfordert die bevorstehende Erweiterung der Gemeinschaft eine umfassende Umstrukturierung der Industrie. Ein weiteres wichtiges Thema für die Industrie ist der wachsende Druck, neue und sauberere Verarbeitungsmethoden zu entwickeln, um die CO2-Emissionen zu verringern. Daneben stehen die Fragen der Arbeitssicherheit und der Herausarbeitung der erforderlichen Qualifikationen und Fähigkeiten für die Beschäftigen in der Stahlindustrie von morgen ganz oben auf der Tagesordnung. Die neue Technologieplattform wird sich mit diesen Herausforderungen befassen und dazu die relevanten Beteiligten zusammenbringen. Die Partner werden einen gemeinsamen politischen Plan vorlegen und die Initiativen für Forschung und Entwicklung (F&E) herausarbeiten, die eine finanzielle Unterstützung auf europäischer Ebene verdienen. Ziel des Ganzen ist die Unterstützung der Umwandlung der europäischen Stahlindustrie zu einer Industrie, die mehr auf Wissen basiert und durch bessere Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit größeren Mehrwert hat. Der Schwerpunkt wird auf Innovationen bei neuen Produktionstechniken liegen, beispielsweise weiter entwickelte Computersysteme, Messsensoren, physische Modelle und Methoden der künstlichen Intelligenz. Parallel dazu werden intensive metallurgische Forschungen unternommen, damit man die Möglichkeiten der neuen Wärmezyklen für die Konzeption von Produkten und insbesondere Fahrzeugen nutzen kann. Für die Einhaltung der Umweltauflagen werden darüber hinaus die Vakuum- und Plasmatechnologien untersucht. All diese Vorhaben erfordern umfangreiche Investitionen in risikoreiche und langfristige Projekte sowie eine Zusammenarbeit zwischen den Fachleuten aus der Industrie, Forschungszentren und Universitäten. Für die Verwirklichung dieses Ziels wird die Europäische Kommission im Sechsten Rahmenprogramm (RP6) Mittel für eine Reduzierung der CO2-Emissionen und der Treibhausgase in der Stahlproduktion sowie für Forschungszwecke auf den Gebieten neue Werkstoffe, neue Produktionsprozesse und Energie bereitstellen. Diese Mittel kommen zu denen der EGKS hinzu, die für die Stahlforschung 43 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stellt.

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