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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Save British Science antwortet auf Regierungsvorschläge für einen 10-Jahres-Wissenschaftsplan

Die Save British Science (SBS)-Gesellschaft hat auf die Konsultation der britischen Regierung über ihr 10-Jahres-Investitionsprogramm für Wissenschaft und Innovation geantwortet und die Regierung eindringlich gebeten, keine Voraussagen hinsichtlich der Bereiche anzustellen, di...

Die Save British Science (SBS)-Gesellschaft hat auf die Konsultation der britischen Regierung über ihr 10-Jahres-Investitionsprogramm für Wissenschaft und Innovation geantwortet und die Regierung eindringlich gebeten, keine Voraussagen hinsichtlich der Bereiche anzustellen, die für das Vereinigte Königreich in Zukunft strategisch wichtig sein könnten. Die SBS ruft die Regierung außerdem auf, neben den bestehenden Exzellenzbereichen auch Bereiche mit neuem Potenzial zu fördern. Die Antwort der SBS ist überwältigend positiv in Bezug auf die Vorschläge der Regierung, obgleich sie auch eine Anzahl von Bereichen hervorhebt, die weiterer Beachtung bedürfen. "Wir loben die Regierung für ihren Versuch, einen 10 Jahre währenden Rahmen für Investitionen in die Wissenschaft zu schaffen, weil wir glauben, dass die Wissenschaft, Technik und Technologie auch in den kommenden Jahren wichtige Treibkräfte der britischen Wirtschaft bleiben", stellt die SBS fest. Die Antwort der SBS auf eine Frage der Regierung nach den Bereichen, die "Chancen darstellen für die britische Forschungsbasis, sich hervorzutun und einen Beitrag zu leisten für die Wirtschaft und Gesellschaft, und die Grundlage bieten könnten für künftige strategische Forschungsprogramme" ist rückhaltlos. "Die Regierung würde einen Fehler machen, wenn sie versuchte, vorherzusagen, welche Spezialgebiete der Schwerpunkt für Investitionen im kommenden Jahrzehnt sein sollte. Es gibt viele bekannte Beispiele für den misslungenen Versuch, vorherzusagen, was sich wissenschaftlich als nützlich und wichtig erweist, und wir sind entschieden der Ansicht, dass derzeit kein derartiger Versuch unternommen werden sollte." Im Einklang mit diesen Bemerkungen spezifiziert das SBS-Dokument, dass die Regierung auch vermeiden solle, Forschungsziele zu setzen. Die Rolle der Regierung hinsichtlich der Forschung sollte es sein, die Freiheit der Mitglieder der Forschungsgemeinde zur Verfolgung der Ideen, die ihnen am interessantesten erscheinen, zu schützen und eine angemessene finanzielle Unterstützung sicherzustellen, erklärt die SBS. Zu den Aufgaben der Regierung gehöre ferner, Politiken sowohl zur Förderung als auch zur Anerkennung aktueller Exzellenz zu entwickeln und das Florieren der Potenziale zu ermöglichen, glaubt die Organisation. Das Papier teilt die Probleme, denen sich die britische Forschung gegenübersieht, in zwei Kategorien ein: solche mit nahe liegenden Lösungen und solche, die schwieriger zu lösen sind. "Falls die Regierung es ernst damit meint, das Vereinigte Königreich zu' einem der wettbewerbsfähigsten Standorte für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung zu machen', dann sollten schnelle und relativ einfache substantielle Fortschritte bei den Problemen gemacht werden, die in diese [erste] Kategorie fallen. Die meisten von ihnen sind Gegenstand von mindestens einer Revision oder Konsultation gewesen, und es scheint nur wenige Gründe für eine weitere Verzögerung zu geben." Zu den Bereichen in dieser Kategorie gehören laut SBS der Zustand der Labore in höheren Schulen und die Schwierigkeiten bei der Anwerbung und Erhaltung von Weltklasse-Forschern. Die zweite Kategorie der Probleme, die über keine nahe liegende Lösung verfügen, beinhaltet den Mangel an privaten Investitionen in die Forschung. "Es liegt nicht auf der Hand inwiefern Unternehmen, die die Welt kurzfristig betrachten, dazu ermuntert oder gezwungen werden können, sich vernünftiger zu verhalten", so das Papier. Zu den weiteren Problemen in dieser Kategorie gehören der Mangel an Vertrauen in die Fähigkeit der Regierung, wissenschaftlichen Rat zu erhalten und zu nutzen, sowie das schlechte Image von Wissenschaft und Technik bei den jungen Leuten. Save British Science behauptet nicht, Antworten auf diese Probleme parat zu haben, ist aber zuversichtlich, dass, wenn die Regierung die Bereiche der ersten Kategorie in Angriff nehmen würde, "die übrige Wissenschafts- und Wirtschaftsgemeinde eventuell auch mehr unternehmen wird, echte Fortschritte für sich selbst zu erzielen." Die Organisation schließt ihre Antwort mit einer Reihe von Bemerkungen zur Teilnahme des Vereinigten Königreichs an den Forschungs-Rahmenprogrammen der EU. Die SBS kalkuliert, dass das Vereinigte Königreich vermutlich Förderungen in Höhe von insgesamt etwa 2,5Mrd. Euro im Laufe des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) erhalten wird, dass jedoch die tatsächlich ausgeführten Forschungsvorhaben rund 3,14Mrd. Euro kosten werden. "Für eine Universität ist die einzige realistische Finanzierungsquelle, aus der diese Subventionen kommen können, der entsprechende [Higher Education] Funding Council, dessen Haushalte bereits sehr strapaziert sind", heißt es im Bericht. Das Dokument gibt nur zögernd zu, dass sich das System unter dem RP6 wahrscheinlich nicht ändert, und erklärt, dass "der britischen Regierung gar nichts anderes übrig bleibt als dem Beispiel der anderen Mitgliedstaaten zu folgen und die Defizite mit neuen Mitteln aus anderen Quellen wettzumachen." Das Papier fügt hinzu, dass es einige Verwirrung über den wahren Zweck der EU-Forschungsmittel gebe. Zwar erkläre der EG-Vertrag, dass ihr Ziel sei, die "wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der Industrie der Gemeinschaft zu stärken", aber einige sind der Ansicht, dass es sich in Wahrheit um den Transfer von Wissen und Fertigkeiten von den wohlhabenderen in die ärmeren Länder handelt, behauptet die SBS. "Es wäre ein bewundernswertes politisches Ziel für die wohlhabenderen europäischen Länder, die ärmeren Länder bei der Entwicklung ihres wissenschaftlichen Potenzials zu unterstützen, aber wir sollten zugeben, dass es sich hierbei um ein anderes Ziel als das Fördern exzellenter Wissenschaft handelt." "Es wäre dann möglich, separate Programme zu entwickeln für Investitionen in Exzellenz einerseits und die Entwicklung von Kapazitäten in den südlichen und - nach der Erweiterung - auch in den östlichen Ländern andererseits. Ein einziges stumpfes Instrument kann beide Ziele nicht gleichzeitig erreichen."

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