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Financial Transparency Platform for the Public Sector

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 645833

Status

Abgeschlossenes Projekt

  • Startdatum

    1 Mai 2015

  • Enddatum

    31 Oktober 2017

Finanziert unter:

H2020-EU.3.6.

  • Gesamtbudget:

    € 3 056 208,50

  • EU-Beitrag

    € 2 981 000

Koordiniert durch:

FRAUNHOFER GESELLSCHAFT ZUR FOERDERUNG DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG E.V.

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Neue Online-Plattform, um öffentliche Haushalte transparenter zu machen

Offenheit und Transparenz können Korruption entgegenwirken. Regierungsbehörden, Datenverarbeiter, Journalisten und sogar Bürger können auf eine umfassende Online-Plattform zugreifen, um öffentliche Haushalte zu analysieren und an ihnen teilzuhaben.

DIGITALE WIRTSCHAFT

GESELLSCHAFT

© Atstock Productions, Shutterstock

Wenn Haushaltsdaten so komplex sind, dass sie von Bürgern und Entscheidungsträgern nicht mehr entschlüsselt werden können, wird es diesen unmöglich, begründete Meinungen zu bilden und gegen die Regierungspolitik Stellung zu beziehen, wenn sie dies wünschen. Um eine solche Situation zu vermeiden, sollten Finanzdatensätze einfach, leicht verständlich und vor allem zugänglich sein. Das Projekt OpenBudgets.eu bekannt als OBEU, entwickelte einen Open-Source-Softwareframework und eine Software als Dienstleistung (Software-as-a-Service, SaaS), um die finanzielle Transparenz und die Rechenschaftspflicht im öffentlichen Sektor auf allen Ebenen bis hin zur europäischen Ebene zu verbessern. „Dies erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Lernmaterialien, Visualisierungen und Informationsmaterial miteinander kombiniert werden“, erläutert Dr. Fabrizio Orlandi, Projektkoordinator. Ein Werkzeugkasten zum Visualisieren, Analysieren, Unterhalten und Lernen OBEU erstellte eine Plattform mit einem vollständigen Satz von 13 Werkzeuge und drei Anwendungsfällen. Nach dem Hochladen eines Finanzdatensatzes ermöglicht das Visualisierungstool das Teilen der Daten mit der festgelegten Wählerschaft. Hinzu kommen Werkzeuge, um die Leistungsfähigkeit der Stadt oder Kommune aufzuzeigen und die Wählerschaft zu Entscheidungsträgern in der Haushaltsplanung zu machen. „Die Benutzeroberfläche für die Bürgerbeteiligung ermöglicht es den Nutzern ihre Meinung zu äußern, indem sie Feedback zu den bereitgestellten Daten geben, verschiedene Prioritäten für die Haushaltsplanung vorschlagen oder eine bestimmte Transaktion erörtern können“, erklärt Dr. Orlandi. Eine Data-Mining-Bibliothek erleichtert dabei durch die Datenbankaggregation vorhandener Daten die Entdeckung all dieser überaus wichtigen neuen Trends und Muster und bietet somit das Potenzial, Haushaltsmaßnahmen vorherzusagen. Darüber hinaus können Nutzer maßgeschneiderte Pipelines erstellen, um Daten aus beinahe jeder Quelle in einer Vielzahl von Formaten zu lokalisieren, zu verarbeiten und zu konvertieren. Die groß angelegten Anwendungsfälle umfassen Geschichten, Werkzeuge, Bewertungen, Studien und Anleitungen. Die Spiele in den Geschichten enthalten zudem „Recipes for Cooking Public Budgets“ (Rezepte wie man am besten öffentliche Haushaltsgelder verbrennt). Zu den vierzig Rezepten gehören u. a. die gefälschte Visitenkarte, geheime Fonds und die „gute alte“ Bestechung. Einfallsreich und unterhaltsam schildert jede Geschichte, wie Betrug zustande kommen kann, und liefert Hinweise, auf die man achten sollte, sowie Beispiele aus dem wirklichen Leben. Umfangreiche europaweite Testläufe führen zu Kundenstädten Tests des OBEU-Werkzeugkastens und der OBEU-Lösungen in Bonn, Paris und Thessaloniki führten zu umfangreichen Evaluierungsberichten und Anwendungen in ganz Europa. Alle drei Städte planen, die OBEU-Werkzeuge in ihrem Umfeld weiter zu nutzen. Einzelne Partner haben die Werkzeuge bereits in den ersten Kundenstädten auf den Markt gebracht. Die Projektpartner implementierten die verschiedenen OBEU-Werkzeugkästen und -Lösungen innerhalb ihres Fachgebiets und ihrer geografischen Standorte. „In diesem Sinne werden die OBEU-Partner eine Gemeinschaftsinitiative gründen, die rechtlich nicht bindend ist, aber die Projektergebnisse und den innovativen Wertbeitrag erhalten, vertreten und verbreiten wird.“ Ein großer Schub für die öffentliche Verwaltung Leitende Verwaltungsangestellte und Entscheidungsträger werden dazu in der Lage sein, Anwendungen zur Förderung der finanziellen Transparenz kostengünstig und an ihre Bedürfnisse angepasst zu nutzen und bereitzustellen. Das OBEU wird einen großen Einfluss auf die derzeitige Arbeit der öffentlichen Verwaltungen sowie auf die öffentliche Wahrnehmung ausüben, indem es die Speicherung und Verwaltung großer Mengen von Haushalts- bzw. Ausgabendaten ermöglicht. Parallel dazu kann weiterhin mit mehreren verbreiteten und heterogenen transparenten Finanzdatensätzen gearbeitet und neues nutzbares Wissen aus großen Finanzdaten extrahiert werden. Dem Projekt zufolge wird dies zur Schaffung eines Ökosystems führen, das aus Anwendungen und Diensten besteht, die auf Finanzdaten basieren, die mit öffentlichen Verwaltungen zusammenhängen. Dr. Orlandi fasst die insgesamt positiven Auswirkungen des OBEU-Projekts zusammen: „Dies ist das erste Mal, dass eine umfassende und offene Plattform entwickelt wurde, um den gesamten Haushaltszyklus zu überwachen. OBEU wirkt sich auf eine breite Palette von Interessengruppen aus, indem es die öffentlichen Verwaltungen dazu motiviert, ihre Daten zu veröffentlichen und Bürger und Organisationen dabei unterstützt, gemeinsam eine transparentere Verwaltung zu schaffen.“

Schlüsselbegriffe

OpenBudgets.eu, OBEU, Budget, Plattform, Verwaltung, Toolbox

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 645833

Status

Abgeschlossenes Projekt

  • Startdatum

    1 Mai 2015

  • Enddatum

    31 Oktober 2017

Finanziert unter:

H2020-EU.3.6.

  • Gesamtbudget:

    € 3 056 208,50

  • EU-Beitrag

    € 2 981 000

Koordiniert durch:

FRAUNHOFER GESELLSCHAFT ZUR FOERDERUNG DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG E.V.

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