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Inhalt archiviert am 2023-02-27

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EU fördert Projekt über Humanoid-Technologie und kognitive Neurowissenschaft

Da es immer deutlicher wird, dass mentale Prozesse weitgehend von der physikalischen Struktur des Körpers und seiner Interaktion mit der Umwelt bestimmt werden, hängt die Untersuchung von Kognition und Intelligenz immer stärker vom Einsatz physikalischer Körper und letztendlic...

Da es immer deutlicher wird, dass mentale Prozesse weitgehend von der physikalischen Struktur des Körpers und seiner Interaktion mit der Umwelt bestimmt werden, hängt die Untersuchung von Kognition und Intelligenz immer stärker vom Einsatz physikalischer Körper und letztendlich humanoider Roboter ab. Daher fördert die Europäische Kommission ein neues Projekt mit der Bezeichnung RobotCub. Mit ihm soll dieses Forschungsthema durch Schaffung einer Humanoid-Plattform für eine weitergehende Untersuchung der Kognition vorangetrieben werden. An dem im Rahmen der Priorität Technologien für die Informationsgesellschaft (TIG) des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) geförderte Projekt RobotCub sind über einen Zeitraum von fünf Jahren 11 europäische Forschungszentren, zwei Forschungszentren in den USA und drei in Japan beteiligt. Die Partner sind entweder auf Robotik, Neurowissenschaft oder Entwicklungspsychologie spezialisiert. RobotCub ist die Fortsetzung eines weiteren erfolgreichen TIG-Projekts mit der Bezeichnung Mirror, mit dem genauer erforscht wird, wie Menschen durch Schaffen eines künstlichen Systems, das durch Gebärden kommunizieren kann, Gesten erkennen und nachahmen. Bei dem Mirror-Projekt wurde ein Artefakt mit einem Kopf mit zwei Augen, einem Torso und einem anthropomorphen Arm mit einer Hand entwickelt, das lernen kann, Bewegungen zu erkennen und auszuführen, beispielsweise Deuten, Kratzen eines Körperteils oder das Führen von Nahrung zum Mund. Das Experiment zeigte, dass Lernen dem Verstehen vorausgeht, und ermöglichte den Projektpartnern das Entdecken vieler Elemente einer biologisch kompatiblen Architektur, die sich in Robotern replizieren lässt. Doch am Ende des Mirror-Projekts war die Integration des humanoiden Roboters nicht abgeschlossen. RobotCub wird daher die wissenschaftliche Arbeit des Mirror-Projekts fortsetzen. Nach Aussage des Konsortiums hat RobotCub zwei Ziele: 1) "Schaffung einer offenen und frei verfügbaren Humanoid-Plattform für die Erforschung der daran gebundenen Kognition". 2) "Vorantreiben des Verständnisses verschiedener Schlüsselfragen der Kognition durch Nutzung dieser Plattform für die Untersuchung der kognitiven Entwicklung. Das wissenschaftliche Ziel von RobotCub ist daher die gemeinsame Konzeption der Mindware und der Hardware einer Humanoid-Plattform, um sie für die Erforschung der menschlichen Kognition und der Wechselwirkung von Mensch-Maschine zu nutzen." Die Plattform heißt CUB oder Cognitive Universal Body. Projektkoordinator Giulio Sandini von der Universität Genua in Italien erklärt: "Mit der Konzeption des Roboters soll die Anzahl der Freiheitsgrade des Oberkörpers (Kopf, Torso, Arme und Hände) maximiert werden. Der Unterkörper (Beine) wird so gestaltet, dass Krabbeln auf vier Beinen und ein Sitzen auf dem Boden in stabiler Lage mit einem reibungslosen Übergang zwischen Krabbeln und Sitzen unterstützt werden. Dadurch kann der Roboter seine Umgebung erkunden und Gegenstände am Boden greifen und handhaben. Hinsichtlich des Funktionierens wird das System in der Lage sein, die Bewegungen der Augen und der Hände zu koordinieren, leichte Gegenstände von angemessener Größe und Aussehen zu greifen und zu handhaben sowie auf vier Beinen zu krabbeln und zu sitzen."

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