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Laut Aussage von Kommissionsvertreterin ist Kommission in Bezug auf ERC optimistisch

Obgleich beim Rat für Wettbewerbsfähigkeit im November kein finanzielles Engagement beschlossen worden sei, bleibe die Kommission in Bezug auf die Schaffung eines Europäischen Forschungsrats (ERC) zuversichtlich, erklärt Anastasia Andrikopoulou aus der Direktion B - Strukturel...

Obgleich beim Rat für Wettbewerbsfähigkeit im November kein finanzielles Engagement beschlossen worden sei, bleibe die Kommission in Bezug auf die Schaffung eines Europäischen Forschungsrats (ERC) zuversichtlich, erklärt Anastasia Andrikopoulou aus der Direktion B - Strukturelle Aspekte des Europäischen Forschungsraums - der Europäischen Kommission. Auf einer Sitzung zur Zukunft der Grundlagenforschung erklärte Andrikopoulou, dass sich Entscheidungsträger auf allen Ebenen der Tatsache bewusst seien, dass die Grundlagenforschung einen wichtigen Einfluss auf die wirtschaftliche Leistung habet und dass ein neuer Finanzierungsmechanismus auf europäischer Ebene benötigt werde, um die Erstklassigkeit zu verstärken. 'Die Stimme der Wissenschaft wird immer lauter und die Kommission hofft, dass der Rat und die Mitgliedstaaten überzeugt werden können, die hierfür notwendigen Mittel bereitzustellen', erklärte Andrikopoulou. Das Hauptproblem, räumte sie ein, liege darin, dass die Diskussion über die finanziellen Perspektiven länger dauern werde als die Diskussion über das Siebte Rahmenprogramm (RP6). Dies bedeute, dass die Mitgliedstaaten zögern, sich der Forschung zu verpflichten, solange sie nicht sicher sind, was in anderen Bereichen geschieht. Ein zweites Problem, fügte Andrikopoulou hinzu, sei, dass manche Mitgliedstaaten das Gefühl haben, Kollaborativforschung zu benötigen, um erfolgreich zu sein, und daher nur widerwillig die Finanzierung einzelner Teams akzeptieren. Schließlich, erklärte Andrikopoulou, gebe es die technische Frage der Überzeichnung, die bereits jetzt ein Problem darstelle. 'Wenn wir anfangen, Einzelne zu finanzieren, werden Tausende von Anträgen eingehen und das Problem noch weiter verstärken', erklärte sie. 'Wenn die Kommission den Rat überzeugt, Forschung zu einem Hauptziel der EU zu machen, würde dies die Verdopplung des Forschungsbudgets ermöglichen, was wiederum ein besseres Gleichgewicht zwischen existierenden und neuen Aktivitäten, Grundlagen- und angewandter Forschung sowie Humanressourcen und Infrastrukturen bewirken würde', erklärte Andrikopoulou. 'Uns ist außerdem sehr bewusst, dass wir das administrative Umfeld verbessern müssen', fügte sie hinzu. In Bezug auf die Struktur des zukünftigen ERC erklärte Andrikopoulou, dass drei Optionen möglich seien: eine Exekutivagentur, eine normale EU-Agentur oder eine andere Struktur. 'Die Kommission bevorzugt die erste Option, da diese den Vorteil hat, dass sie bereits durchdacht und eingerichtet ist', erklärte Andrikopoulou. 'Das Problem bei der zweiten Option ist der internationale Aspekt. Die Kommission fürchtet, dass der Gemeinschaftsaspekt geschwächt wird, wenn die Länder darum kämpfen, ihren Anteil an Fördermitteln zu erhalten', fügte sie hinzu. Da die Struktur noch nicht feststeht, wurden auch noch keine Daten genannt. Andrikopoulou warnte jedoch, dass 'die Tatsache, dass all dies eine Gesetzgebungsangelegenheit ist, dafür spricht, dass es lange dauern wird'. Aus diesem Grund habe die Kommission beschlossen, den Kern des Wissenschaftsrats bereits einzurichten, ohne die Entscheidung über eine Struktur abzuwarten, erklärte Andrikopoulou. 'Kommissar Potocnik hat bis April einen Kommissionsvorschlag im Hinblick auf das RP7 versprochen. Bis dahin wird ein Wissenschaftsrat hoffentlich eingerichtet sein', gab sie an. Der Wissenschaftsrat, dessen Mitglieder von den Wissenschaftlern selbst ausgewählt werden, werde von unschätzbarem Wert bei der Beratung der Kommission zum ERC sein, erklärte Andrikopoulou.