Skip to main content

Article Category

Nachrichten

Article available in the folowing languages:

Neue Partnerschaft zwischen der ESA und Russland

Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) und die Russische Föderation haben einen Vertrag über die langfristige Kooperation und Partnerschaft bei der Entwicklung, Umsetzung und Nutzung von Trägerraketen abgeschlossen. Die Vertragsunterzeichnung fand am 19. Januar in Moskau sta...

Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) und die Russische Föderation haben einen Vertrag über die langfristige Kooperation und Partnerschaft bei der Entwicklung, Umsetzung und Nutzung von Trägerraketen abgeschlossen. Die Vertragsunterzeichnung fand am 19. Januar in Moskau statt und erfolgte im Zusammenhang mit einer bereits bestehenden Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Vertragspartnern über die Erforschung und Nutzung des fernen Weltraums. Mit dem neuen Partnerschaftsabkommen werden zwei Zielsetzungen verfolgt: zum einen die Nutzung der russischen Trägerrakete Soyuz vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana aus und zum anderen die Kooperation bei der Forschung und Entwicklung zukünftiger Trägerraketen. Das Programm 'Soyuz at Europe's Spaceport' umfasst den Bau eines Starttischs für die Soyuz in Französisch-Guayana sowie die erforderlichen Anpassungen, um einen Start des russischen Raumfahrzeugträgers vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou zu ermöglichen. Die Finanzierung dieses optionalen ESA-Programms konnte durch die Beteiligung verschiedener ESA-Mitgliedstaaten sowie ein zusätzliches Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) an Arianespace gesichert werden. Die Vorbereitungsarbeiten am Weltraumbahnhof für die Soyuz haben bereits begonnen. Der erste Start ist für 2007 geplant. Der zweite Teil des Vertrags erstreckt sich auf die gemeinsame Entwicklung von Technologien für eine neue Generation von Raumfahrzeugträgern. Russische und europäische Ingenieure werden gemeinsam wiederverwendbare Flüssigtriebwerke und Triebwerkstufen sowie Versuchsfahrzeuge entwickeln. Die ESA hofft, bis 2020 eine neue Generation von Trägerraketen entwickeln zu können.

Länder

Russland