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Der französische Ministerpräsident weiht ein neues Organ für KMU und Innovation ein

Nach Aussage des französischen Ministerpräsidenten Jean-Pierre Raffarin anlässlich der Einweihung einer neuen Agentur für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) und Innovation will Frankreich eine Million neuer Unternehmen gründen. Die neue Stelle mit der Bezeichnung ...

Nach Aussage des französischen Ministerpräsidenten Jean-Pierre Raffarin anlässlich der Einweihung einer neuen Agentur für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) und Innovation will Frankreich eine Million neuer Unternehmen gründen. Die neue Stelle mit der Bezeichnung OSEO, die sich aus der Französischen Organisation für die Nutzbarmachung von Forschungsergebnissen (ANVAR), der Entwicklungsbank für KMU (BDPME) und der Agentur für KMU zusammensetzt, wird Unternehmern eine Palette von Dienstleistungen bieten, darunter einen leichteren Zugang zu den nationalen oder regionalen Unterstützungseinrichtungen für KMU und Innovation. OSEO ist Teil der dreipoligen Strategie der französischen Regierung zur Schaffung von Arbeitsplätzen durch Innovation und Förderung der KMU. Raffarin erklärte: "Wir leiden an einem Mangel an Aufsicht und Ausbildung. In vielen KMU fehlen uns technische und wissenschaftliche Kapazitäten und häufig auch globales Know-how. Dies ist eine Chance zur Modernisierung unserer Netzwerke." Nach seiner Erklärung will sich die französische Regierung im europäischen Kontext durch eine dreipolige Strategie prioritär Wissensgesellschaft, Forschung und Innovation widmen. Raffarin erklärte, dass der ANVAR-BDPME-Pol für KMU und Innovation wesentlich sei: "Ziel ist das Erreichen aller KMU durch eine in Form und Aussehen vielschichtige Zielgerichtetheit der Innovation." Als zweiter Pol kommt die Nationale Forschungsagentur zur Unterstützung der staatlichen und privaten Forschung. Diese Agentur soll wissenschaftliche Exzellenz fördern und Forschern dabei behilflich sein, in privaten, staatlichen oder gemischten Netzwerken an Themen zu arbeiten, die für die Gesellschaft relevant sind. Teil der Strategie der Agentur, die derzeit vom französischen Forschungsminister François d'Aubert entworfen wird, ist die Förderung wissenschaftlicher Karrieren und der Ausbildung. Daher forderte Raffarin die Industrie auf, Doktoranden und Ingenieure anzuwerben, um diese "Mischehe" zwischen der staatlichen und der privaten Forschung zu erleichtern. Zusammen mit der Planung größerer Projekte auf europäischer Ebene ist dies laut Raffarin das Kernstück der französischen Forschungsstrategie. Diese größeren Projekte, so Raffarin, fallen unter die Aufgabe des dritten Pols, der Agentur für industrielle Innovation, deren Einrichtung der französische Staatspräsident Jacques Chirac zu Beginn des Monats angekündigt hat. Ziel der Agentur ist ein Beitrag zur Durchführung großer Industrieprogramme, bei denen alle wissenschaftlichen, industriellen und marketingbezogenen Kompetenzen, über die Frankreich verfügt und die es weiterentwickeln will, mobilisiert werden. Raffarin fügte hinzu: "Es geht darum, die Bereiche auszuwählen, die Frankreich global beeinflussen möchte. Es geht nicht um das Starten französischer Projekte. Die Agentur wird mittels eines wissenschaftlichen Ausschusses Projekte mit höchster Priorität definieren, so dass Frankreich einen Beitrag zu diesen wichtigen internationalen Projekten leisten kann, um unsere technologischen, industriellen und wissenschaftlichen Kapazitäten zu erhalten." Dank solcher Strategien hat Frankreich nach Ansicht von Raffarin gute Chancen, aus dem Disput um den Standort des ITER-Reaktors als Sieger hervorzugehen. Er meinte: "Wenn wir heute für Cadarache ein international glaubwürdiges Projekt haben, so verdanken wir dies der Wissenschaftsgemeinschaft, die die Fähigkeit zu diesem Projekt hat. Dank der Anerkennung für die Wissenschaftsgemeinschaft in Frankreich kann diese mit Deutschland, GB und den USA und Forschern aus der ganzen Welt, auch aus Japan, zusammenarbeiten. Auch hier haben wir die Möglichkeit, zusammen mit unseren Partnern ein großes globales Projekt auf die Beine zu stellen. Das ist unsere Strategie." Raffarin meinte zum Abschluss: "Dank dieser dreipoligen Strategie sind wir auf einem guten Weg, um Beschäftigung und die Gründung von KMU zu fördern."

Länder

Frankreich

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