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Reding stellt Initiative i2010 vor und spricht von 'verdoppelten IKT-Forschungsausgaben'

Die für die Informationsgesellschaft und Medien zuständige Kommissarin Viviane Reding hat die neue Initiative i2010 ins Leben gerufen, die auf der derzeitigen 'Welle der technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung' aufbauen soll. Reding erklärte am 1. Februar, das 'i' i...

Die für die Informationsgesellschaft und Medien zuständige Kommissarin Viviane Reding hat die neue Initiative i2010 ins Leben gerufen, die auf der derzeitigen 'Welle der technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung' aufbauen soll. Reding erklärte am 1. Februar, das 'i' in 'i2010' stehe für die drei Konzepte Informationsraum, Innovation und Investition sowie Integration. 'Mein Ziel ist es sicherzustellen, dass Europa in den Genuss sämtlicher Vorteile in Bezug auf Wohlstand, Beschäftigung und Wachstum kommt', erklärte die Kommissarin. Redings Ziele sind ehrgeizig. Um einen 'Informationsraum' zu schaffen, sollen offene und stabile Märkte für elektronische Kommunikationsdienste und die neu entstehende Branche für digitale Dienstleistungen eingerichtet werden. Durch 'Integration' soll die Informationsgesellschaft in Europa von überall her und für jeden zugänglich sein. 'Innovation und Investition' schließlich stehen für eine beträchtliche Erhöhung des Forschungsbudgets für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). 'Ich suche Unterstützung, um das Budget für die Technologien der Informationsgesellschaft im nächsten EU-Forschungsrahmenprogramm verdoppeln zu können', erklärte Reding. 'Wenn man die Lissabon-Strategie, Wachstum und Beschäftigung Ernst nimmt, muss man den Mut haben, die Ausgaben für FuE [Forschung und Entwicklung] zu erhöhen. Wir müssen jetzt investieren und zwar in ausreichender Höhe, um auch etwas zu bewirken.' Die Kommissarin verwies auf die Kluft, die in Bezug auf die IKT-Forschungsausgaben zwischen der EU und anderen Ländern besteht. Die Investitionen in der EU entsprechen einem Drittel der in den USA und zwei Dritteln der in Japan in diesem Bereich getätigten Investitionen. Um dieses Ausgabendefizit zu bekämpfen, sprach sich Reding dafür aus, den IKT einen höheren Prozentsatz des EU-Forschungsbudgets zuzuweisen. In der EU fließen etwa 20 Prozent des gesamten FuE-Budgets in die IKT, wohingegen es in den großen OECD-Ländern 30 Prozent seien, erklärte die Kommissarin. 'Natürlich reicht mehr Forschung allein nicht aus', fügte Reding hinzu. 'Effizienz und Effektivität müssen verbessert werden. Ich werde versuchen, Änderungen im Gemeinschaftsforschungsprogramm zu bewirken, um die Bürokratie abzubauen und mehr KMU [kleine und mittlere Unternehmen] sowie eine stärkere Unternehmensbeteiligung zu fördern.'

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