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Verbesserte Ariane-Trägerrakete besteht ersten Test

Ariane 5 wurde am 12. Februar erfolgreich vom europäischen Raketenzentrum in Französisch-Guayana gestartet. Die jüngste Version von Ariane 5 soll höhere Nutzlasten als je zuvor befördern, und sie zeigte unter dem Gewicht der drei angekoppelten Satelliten keinerlei Anzeichen vo...

Ariane 5 wurde am 12. Februar erfolgreich vom europäischen Raketenzentrum in Französisch-Guayana gestartet. Die jüngste Version von Ariane 5 soll höhere Nutzlasten als je zuvor befördern, und sie zeigte unter dem Gewicht der drei angekoppelten Satelliten keinerlei Anzeichen von Überlastung. Jean-Jacques Dordain, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), erklärte: "Nicht einmal einen Monat nach der Landung von Huygens auf Titan bedeutet dieser Start einen weiteren großen Erfolg für Europa und ist eine weitere Demonstration der europäischen Fähigkeiten in diesem anspruchsvollen Technologiebereich. Der garantierte Zugang zum All ist eine Vorbedingung für den Erfolg in allen Weltraumaktivitäten, und daher müssen wir diese Fähigkeit auf höchster Ebene beibehalten." Einer der bereits ins All geschossenen Satelliten ist Sloshsat FLEVO, der die Fluid-Dynamik unter Bedingungen der Mikroschwerkraft untersuchen soll. Er tut dies durch die Beobachtung von 33,5 Litern ionisierten Wassers, das sich in einem Behälter an Bord des Minisatelliten befindet. Sloshsat FLEVO wurde gemeinsam von der ESA und dem niederländischen Nationalen Raumfahrtlabor (NLR) entwickelt. Lange wurde über den Namen des Satelliten nachgedacht. Während sich "slosh" (schwappen) auf die Bewegung des Wassers und "sat" auf Satellit bezieht, steht "Flevo" sowohl für die Abkürzung des Projekts (Facility for Liquid Experimentation and Verification in Orbit) als auch für den Namen der letzten Provinz in den Niederlanden, die dem Meer abgetrotzt wurde. Ariane beförderte auch den Telekommunikationssatelliten XTAR-EUR, der kurz nach dem Start erfolgreich in die geostationäre Transferumlaufbahn gebracht wurde, sowie Maqsat B2, eine Instrumentenplattform für Telemetrie und Video-Scannen. Dieser Satellit wird an die Trägerrakete gekoppelt bleiben, damit nicht noch mehr Weltraummüll entsteht. Der Erfolg dieser schwer beladenen Version der Ariane 5 bedeutet, dass sie nun auch kommerziell genutzt wird. Unter der Bezeichnung "Ariane 5 ECA" wird sie die derzeitige (generische) Konfiguration von Ariane 5G ersetzen, und die ESA hofft, dass sich dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Trägersysteme auf dem entsprechenden Weltmarkt behaupten lässt. Die ESA erklärt: "Ab dem zweiten Flug, der für Mitte des Jahres geplant ist, wird Ariane 5 ECA zum neuen Arbeitspferd Europas werden, um schwere Nutzlasten in die geostationäre Umlaufbahn und jenseits davon zu bringen." Ariane 5 ECA ist mit zwei soliden Boostern mit zusätzlichen 2,43 Tonnen Antrieb aufgerüstet worden. Dadurch können 60 Tonnen mehr als bei der generischen Konfiguration befördert werden. Die Trägerrakete ist für Nutzlasten bis zu zehn Tonnen ausgelegt.