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EU bezuschusst Forschungen über umweltfreundlichere Flugzeuge

Zeitgleich mit dem Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls am 16. Februar, nach dem die Industrieländer ihre CO2-Emissionen reduzieren und der Umwelt Priorität einräumen müssen, befasst sich ein Integriertes Projekt damit, den Flugverkehr umweltfreundlicher zu machen. Da Flugzeug...

Zeitgleich mit dem Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls am 16. Februar, nach dem die Industrieländer ihre CO2-Emissionen reduzieren und der Umwelt Priorität einräumen müssen, befasst sich ein Integriertes Projekt damit, den Flugverkehr umweltfreundlicher zu machen. Da Flugzeugmotoren für den Löwenanteil der Gas- und Lärmemissionen verantwortlich sind, will das Projekt VITAL (Umweltfreundlicher Flugzeugmotor) Lärm, Treibstoffverbrauch und umweltverschmutzende Emissionen durch Flugzeuge erheblich reduzieren. Dieses Ziel entspricht dem Vorhaben des Europäischen Beratergremiums für die Luftfahrtforschung (ACARE), das sich bis 2020 zwei Ziele gesetzt hat, nämlich die Halbierung des wahrgenommenen Flugzeuglärms (Senkung um 10 dB) und der CO2-Emissionen. "VITAL verfolgt nicht das Ziel, die Lärm- und CO2-Vorgaben von ACARE ganz allein zu erreichen", erklärt Valérie Guénon, Leiterin für Forschung und Technologie (FuT) in Europäischen Angelegenheiten bei Snecma, einem der Projektpartner. "Mit diesem Programm soll der technologische Durchbruch erreicht werden, um auf höherer Ebene Fortschritte erzielen zu können. In Verbindung mit einem ähnlichen europäischen Forschungsprogramm wie SILENCE(R) oder EEFAE rücken unsere Ziele in Reichweite." Die Europäische Kommission unterstützt VITAL mit 50 Millionen Euro. Es handelt sich um ein unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) gefördertes Vierjahresprojekt, an dem 53 Partner, darunter die acht großen europäischen Motorenhersteller, beteiligt sind. Wie Snecma erklärt, arbeitet VITAL ähnlich und ergänzt die beiden EU-Projekte SILENCE(R) und EEFAE (Efficient, Environmentally friendly Aero-Engine, effizienter und umweltfreundlicher Flugzeugmotor), die unter dem RP5 gefördert werden. Mit SILENCE(R) sollen etwa 20 Technologien für Lärmreduzierung entwickelt und bewertet werden, während sich EEFAE mit der Senkung der CO2- und NOx-Emissionen mittels neuer Motorkerntechnologien befasst. Snecma erklärt: "Durch die Zusammenlegung unserer Ergebnisse mit denen aus den beiden anderen Programmen sollte VITAL bis 2008 in der Lage sein, Technologien zu validieren, die eine Lärmreduzierung um 8 dB und eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 18 Prozent ermöglichen." Das allgemeine Ziel des Programms ist die Bewältigung der Herausforderung, die sich den Flugzeugmotorenherstellern stellt, nämlich die Entwicklung eines leiseren Motors, der technisch und wirtschaftlich bestehen kann. VITAL wird Technologien für den Niederdruckteil des Motors entwickeln. Die Partner werden sich auf die zwei Hauptquellen des Motorenlärms, nämlich den Düsenlärm, der durch die Geschwindigkeit der Abgase bedingt ist, und den Gebläselärm konzentrieren. Sie werden neue Motorenkonzepte, darunter gegenlaufende Lüfter, leichtere Lüfter, Hochlastturbinen und Turbinen mit weniger Schaufeln sowie spezifischere, ermöglichende Technologien untersuchen. Die Gewichtsreduzierung wird die Entwicklung von Motoren mit hohem Nebenstromverhältnis ermöglichen, die den Lärm um 6 dB senken und auch die CO2-Emissionen im Vergleich zu den im Jahr 2000 betriebenen Motoren um sieben Prozent reduzieren können. Jede Komponente wird im Verlauf des Programms durch großangelegte aeroakustische und mechanische Ausrüstungstests validiert. Jean-Jacques Korsia, FuT-Manager bei Snecma Motors, erklärt: "Das Programm VITAL ist in sieben große technische Unterprojekte unterteilt, die jeweils Tätigkeiten unter der Leitung der verschiedenen Partner umfassen. Wir wollen einen Motor mit sehr hohem Nebenstromverhältnis realisieren, der die Lärm- und spezifischen Treibstoffverbrauchsziele nach ACARE erreicht, ohne dass es zu den Nachteilen bei Rücktrieb und Gewicht kommt, die in der Regel bei Motoren mit niedrigem Schub auftreten."