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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Wie EU-Forschungsinfrastrukturen zur Werkstoffkunde beitragen

Forschungsinfrastrukturen waren nicht nur für einige der größten wissenschaftlichen Entdeckungen verantwortlich, sondern sind auch insofern einflussreich als sie die besten Forscher aus der ganzen Welt anziehen und Brücken zwischen wissenschaftlichen Fachrichtungen schlagen. D...

Forschungsinfrastrukturen waren nicht nur für einige der größten wissenschaftlichen Entdeckungen verantwortlich, sondern sind auch insofern einflussreich als sie die besten Forscher aus der ganzen Welt anziehen und Brücken zwischen wissenschaftlichen Fachrichtungen schlagen. Die Europäische Kommission hat dies erkannt und finanziert Projekte, die das Beste aus den derzeitigen Einrichtungen in Europa machen, sowie den Entwurf neuer Infrastrukturen. Forschungsinfrastrukturen werden von jeder wissenschaftlichen Fachrichtung verwendet und können von Lasern, Synchrotronen und Neutronenquellen bis hin zu Bibliotheken, Datenbanken und Reinräumen reichen. Die Europäische Kommission lieferte am 3. März mit Präsentationen von Projekten, die sich auf Werkstoffkunde konzentrieren, Einzelheiten dazu, wohin ein Teil ihres Infrastrukturbudgets geht. Die Veranstaltung fand im CCLRC Rutherford Appleton Laboratory im VK statt, das die Arbeit von über 10.000 Wissenschaftlern und Ingenieuren, hauptsächlich von der Hochschulforschungsgemeinschaft, unterstützt. Seine Einrichtungen ermöglichen die Erforschung neuer Werkstoffe und Strukturen, einschließlich Batterie-Elektrolyten, Turbinenschaufeln, Röntgenlasern, weltraumgestützter Astronomie und Teilchenphysik. Das NMI3-Projekt, das sich mit Neutronenstreuung und Myonen-Spektroskopie befasst, wird vom ISIS koordiniert, das im Rutherford Appleton Laboratory angesiedelt ist. Sein Hauptziel besteht in der Verbesserung der Nutzung europäischer Einrichtungen für Neutronenstreuung und Myonen-Spektroskopie. Das aus 23 Partnern aus 14 Ländern bestehende Konsortium versucht dies durch "Zugangsaktivitäten", gemeinsame Forschungsaktivitäten und Netzwerkaktivitäten zu erreichen. Durch seine Zugangsaktivitäten ermöglicht das NMI3 europäischen Wissenschaftlern die Durchführung hunderter von Versuchen. Priorität erhalten diejenigen, die normalerweise aufgrund mangelnder Einrichtungen in ihrem Heimatland nicht in der Lage wären, derartige Forschung durchzuführen. Während große Durchbrüche in diesem Bereich in der Regel das Ergebnis eines einzigen Versuchs sind, könnten die kombinierten Ergebnisse vieler Studien zu Entdeckungen in einer Reihe von Bereichen führen. Die im Rahmen von NMI3 durchgeführte Forschung könnte zu einer Reduzierung des Drucks führen, unter dem Turbinenschaufeln in Stahltriebwerken funktionieren müssen, sowie zu neuen, umweltfreundlichen Lötmitteln, Verbesserungen in der Brennstoffzellentechnologie und neuen Informationen darüber, wie Werkstoffe verwendet wurden, um von Archäologen entdeckte Gegenstände zu schaffen. Koordinierung ist ebenfalls ein bedeutendes Merkmal des Projekts Laserlab-Europe. Werkstoffkunde, Gesundheitswissenschaften, Biotechnologie, Mikro- und Makrofertigung, Metrologie sowie Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) haben Lasern und optischen Technologien alle viel zu verdanken. Die meisten der größten europäischen nationalen Labors in diesem Bereich sind an diesem Konsortium beteiligt. Die Arbeit wird sich auf zwei wichtige gemeinsame Forschungsaktivitäten konzentrieren, die Probleme wie die Kontrolle von intensivem Licht von Kurzpulslasern und die Überwindung technologischer Hemmnisse für die Entwicklung von Hochleistungs-Kurzpulslasern angehen. Ein drittes Projekt, IA-SFS (Integrating Activity on Synchrotron and Free Electron Laser Science - Integrierte Aktivität zu Synchrotron- und Freie-Elektronen-Laserforschung), ermöglicht Wissenschaftlern die Durchführung von Versuchen in hochrangigen Einrichtungen in verschiedenen Ländern. Es finanziert außerdem gemeinsame Forschungsaktivitäten, die die Nutzung von mehr als einer Einrichtung in einem Projekt beinhalten und zu neuen Techniken führen. Diese Aktivitäten sind vielfältig und behandeln Probleme der strukturellen biologischen, chemischen und physikalischen Prozesse, Werkstoffkunde, magnetische Strukturen und Lasergemeinschaften. Die Unterstützung für Forschungsinfrastrukturen wird im Siebten Rahmenprogramm (RP7) fortgesetzt. In der Mitteilung der Kommission zur finanziellen Vorausschau der Europäischen Union für den Zeitraum 2007 bis 2013 wird die Unterstützung für Forschungsinfrastrukturen von europäischer Dimension und europäischem Interesse als Priorität hervorgehoben. In Übereinstimmung damit erscheint "die Entwicklung von Forschungsinfrastrukturen von europäischem Interesse" als eines der sechs Hauptziele in der jüngsten Mitteilung der Kommission zur künftigen Forschungspolitik der EU.

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