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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Branchenzahlen prognostizieren Massenmarkt für Wasserstoffverkehr bis 2020

Am Vorabend der zweiten Generalversammlung der europäischen Plattform für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (Hydrogen and Fuel Cell Technology Platform - HFP) am 16. März in Brüssel präsentierten Vertreter der Branche auf einer "Ride & Drive"-Ausstellung den Entsche...

Am Vorabend der zweiten Generalversammlung der europäischen Plattform für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (Hydrogen and Fuel Cell Technology Platform - HFP) am 16. März in Brüssel präsentierten Vertreter der Branche auf einer "Ride & Drive"-Ausstellung den Entscheidungsträgern die jüngsten Innovationen im wasserstoffbetriebenen Verkehr. Jemand, dem das Probefahren offensichtlich Spaß machte, war der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung Janez Potocnik, der eines der neuesten Wasserstoff-Straßenfahrzeuge im Schatten des Brüsseler Cinquantenaire-Bogens Probe fuhr, bevor er in einem wasserstoffbetriebenen Rollstuhl eine Runde in der Autoworld-Ausstellung drehte. Als Journalisten ihn fragten, wie er die Erfahrung gefunden habe, sagte ein strahlender Potocnik: "Ich wusste, dass die Wasserstofftechnologie in den letzten Jahren schnell vorangeschritten ist, aber ich war wirklich überrascht, ein Wasserstoff-Brennstoffzellen-Auto in einem so fortgeschrittenen Entwicklungsstadium zu sehen." An dem ersten frühlingshaften Abend in Brüssel sagte der CEO von Shell Hydrogen und Vorsitzende der HFP Jeremy Bentham dem Publikum, dass es auch "den Frühling der Wasserstoffindustrie" erlebe. Er stimmte dem Kommissar hinsichtlich der erstaunlich schnellen Fortschritte der Branche zu und ergänzte: "Nur eins ist gewiss: dass nichts statisch bleibt in der Wasserstoff- und Brennstoffzellenwelt." Trotz der wirklich beeindruckenden Wasserstofffahrzeuge und anderer vorgestellter Technologien mahnte Bentham jedoch auch schnell zur Vorsicht: "Wir sind auch Realisten", sagte er. "Wichtige Fortschritte in der Technologie sind noch erforderlich ebenso wie Anstrengungen zur Integration dieser separaten Fortschritte [in rentable Produkte und Märkte]." Bentham wies außerdem darauf hin, dass es klar sei, dass die USA und Japan inzwischen das Potenzial von Wasserstoff erkannt hätten und ihre eigenen Initiativen vorantreiben würden. "Ich bin der Meinung, dass immer noch die Gefahr besteht, dass die EU hinter ihre Konkurrenten in dem Rennen um den Markt zurückfallen kann, wenn wir unsere Anstrengungen nicht aufrechterhalten. Wir müssen 25 Länder organisieren, Japan und die USA hingegen nur eines [...] und wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Aktivitäten zersplittert werden." Dennoch prognostizierte Bentham, dass frühe Märkte für Wasserstoffprodukte wie beispielsweise tragbare Stromgeneratoren realistischerweise bis 2007-2010 geschaffen werden könnten, wobei Massenmärkte für Wasserstoffverkehr bis zum Jahr 2020 Realität werden könnten. "Falls jedoch die nächste Maßnahme der EU darin besteht, zu versuchen, eine Handvoll Wasserstofffahrzeuge in allen Ländern einzuführen, werden wir scheitern", warnte er. Stattdessen wünscht sich Bentham, dass die Unternehmen zusammenarbeiten, um Leuchtturmprojekte zu schaffen, um "die Kluft zwischen Forschung und Realität zu überbrücken". "Wir müssen unsere Produktionsfähigkeit erweitern und Einrichtungen in einer Größenordnung vorführen, die der Öffentlichkeit tatsächlich etwas sagen wird", sagte er seinen Kollegen aus der Branche. Inzwischen betonte Herbert Kohler, Umweltbevollmächtigter bei DaimlerChrysler, den ökologischen Nutzen der Umstellung auf wasserstoffbetriebene Verkehrsmittel. Verkehrsmittel, die Brennstoffzellen und aus Erdgas gewonnenen Wasserstoff verwenden, würden die Kohlendioxidemissionen im Vergleich zu einem auf Diesel basierenden System um 40 Prozent reduzieren, sagte er. "Unsere Hauptbotschaft an die Entscheidungsträger muss sein, dass Wasserstoff und Brennstoffzellen - auf der Grundlage erneuerbarer Energiequellen - das einzige derzeit denkbare Nullemissions-Fahrsystem sind." Kohler hob die noch bevorstehenden Forschungsherausforderungen hervor: "Es ist weitere F&E erforderlich, um die Lebensdauer der Produkte zu erhöhen, die Kosten zu senken und die technische Ausgereiftheit zu verbessern. Langfristige und stabile Finanzierung wird benötigt, um dies zu erreichen." Potocnik ließ der Technologieplattform die volle Unterstützung der Kommission zukommen: "Ich freue mich, dass Sie mit der Plattform für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie - einem der Pioneere des Konzepts - den richtigen Weg gefunden haben, um diese globale Herausforderung anzugehen. Es ist auch ein gutes Beispiel für das, was wir unter [dem Siebten Rahmenprogramm] zu erreichen versuchen - das Angehen künftiger Forschungsherausforderungen durch Technologieinitiativen. Vielen Dank für Ihre gute Arbeit und viel Erfolg", sagte er abschließend.

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