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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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EU investiert acht Millionen Euro in Forschung im Bereich Landverödung und Desertifikation

Die Europäische Union investiert acht Millionen Euro in ein neues Integriertes Projekt zur Landverödung und Desertifikation in Europa, Afrika, Asien und Südamerika. Damit wird dem Projekt einer der bisher höchsten Beträge für ein einzelnes Forschungsprojekt zu diesem Thema ber...

Die Europäische Union investiert acht Millionen Euro in ein neues Integriertes Projekt zur Landverödung und Desertifikation in Europa, Afrika, Asien und Südamerika. Damit wird dem Projekt einer der bisher höchsten Beträge für ein einzelnes Forschungsprojekt zu diesem Thema bereitgestellt. Trotz der Tatsache, dass Desertifikation und Landzerstörung als globale Bedrohungen angesehen werden, gibt es bisher keine umfassend anerkannten Diagnosemethoden, die in der Planung und bei der Bekämpfung dieser Probleme eingesetzt werden könnten. Das Integrierte Projekt DeSurvey dient dazu, dieses Problem mit der Entwicklung und Erprobung eines neuen Systems zur Überwachung und Modellierung von Desertifikation und Landzerstörung im Zusammenhang mit der Klimaänderung, der Beziehung Mensch-Umwelt sowie der Anfälligkeit bestimmter Landschaften für Landverödung anzugehen. Ulf Helldén, ein Projektteilnehmer von der Lund Universität in Schweden, erläutert: "Einer der Gründe, weshalb es bisher so schwierig war [...] die Desertifikation und Landverödung zu kartieren, ist die Tatsache, dass es sich hierbei um ein politisch sensibles Thema handelt. Hier spielen Politik und Entwicklungshilfe eine Rolle, aber auch mächtige Akteure wie z. B. die Weltbank und verschiedene UN-Behörden, die unterschiedliche Ansichten und Interessen vertreten." Professor Helldén war einer der ersten Forscher, die darauf hinwiesen, dass es sich bei der Desertifikation nicht um einen unumkehrbaren Prozess handelt. Beispielsweise war die Ausbreitung der Sahara Richtung Süden in der Vergangenheit auf außergewöhnlich niedrige Niederschläge zurückzuführen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sich die Niederschläge jedoch normalisiert und Wüstenabschnitte wurden wieder urbar. Der Mittelmeerraum ist die Region in der EU, in der die Desertifikation die größte Rolle spielt. "Insbesondere Spanien, Portugal, Griechenland und in gewissem Ausmaß auch Italien sind mit schwerwiegenden Problemen im Zusammenhang mit der Landzerstörung konfrontiert", erklärt Professor Helldén. "Es besteht Wassermangel und es geht darum, das Wasser möglichst sparsam einzusetzen. Die EU benötigt darüber hinaus eine bessere Basis zur Zuweisung ihrer landwirtschaftlichen Subventionen für diese Regionen." Dank der Beteiligung von Forschungsorganisationen in China, Tunesien, Algerien, Marokko, Senegal und Chile - neben den zehn EU-Partnern - wird das Projekt DeSurvey auch außereuropäische Maßnahmen in diesen Ländern umfassen. Das Projekt wird im Rahmen der Priorität "Globale Veränderung und Ökosysteme" des Sechsten Rahmenprogramms finanziert.

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