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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Neues EU-Projekt zur Sicherheitsbewertung von Nanopartikeln

Die Nanowissenschaften mit ihren zunehmenden Einsatzmöglichkeiten gelten weithin als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Beispielsweise wird im Gesundheitswesen davon ausgegangen, dass neue Nanopartikel-basierte Systeme zur Verabreichung von Arzneimitteln kurz vor d...

Die Nanowissenschaften mit ihren zunehmenden Einsatzmöglichkeiten gelten weithin als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Beispielsweise wird im Gesundheitswesen davon ausgegangen, dass neue Nanopartikel-basierte Systeme zur Verabreichung von Arzneimitteln kurz vor dem Durchbruch zu wichtigen Entwicklungen für die Arzneimittelbehandlung stehen. Darüber hinaus sind die Nanowissenschaften eine Triebkraft für neue Werkstoffe und innovative Lösungen in den Bereichen Energie und Umweltschutz. Jüngste Erkenntnisse, dass die Einwirkung von Nanopartikeln auf Tiere bei diesen neurologische Schäden verursachen kann, haben jedoch verdeutlicht, dass die Sicherheit dieser neuen Technologien unbedingt erforscht werden muss, damit deren dynamische und nachhaltige Entwicklung gewährleistet ist. Daher stellt die Europäische Kommission einem Projekt des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) sieben Millionen Euro für die Entwicklung von Methoden für den sicheren Einsatz von Nanopartikeln bereit. Das Projekt Nanosafe 2, das im April 2005 gestartet wurde und an dem 23 Partner aus sieben Ländern beteiligt sind, "wird Verfahren zur Erkennung, Verfolgung und Charakterisierung von Nanopartikeln entwickeln", erklärte der deutsche Chemiekonzern BASF, einer der am Projekt beteiligten kommerziellen Partner. "Solche Verfahren sind die Voraussetzung, um potenzielle Risiken für den Menschen bzw. die Umwelt feststellen und die Sicherheit von Produktionsverfahren und -anlagen weiter optimieren zu können. Nanosafe 2 untersucht Nanopartikel über deren gesamte Nutzungsdauer hinweg - von ihrer Herstellung und Lagerung bis hin zum Transport und Einsatz in einem Fertigprodukt. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten werden anschließend in Datenbanken, offiziellen Verfahren und Workshops weltweit zur Verfügung gestellt", heißt es in einer Erklärung von BASF. BASF wird insbesondere die potenziellen Gesundheitsrisiken beim Einatmen von Nanopartikeln untersuchen. Zu diesem Thema sowie zur Wirkungsweise von Nanopartikeln im menschlichen Körper liegen bisher noch keine wissenschaftlichen Daten vor. Darüber hinaus wird BASF untersuchen, wie Arzneimittel verabreicht werden können. Beispielsweise könnten durch den Einsatz von Nanopartikeln als Arzneimittelträger größere Verbindungen wie Peptide, die bisher nur injiziert werden konnten, über ein Inhaliergerät verabreicht werden. In ähnlicher Weise könnte die Nanotechnologie für die verbesserte Rezeptur von injizierbaren Arzneimitteln, neue implantierbare Arzneimittelspeicher für die Langzeittherapie sowie zur Erhöhung der Bioverfügbarkeit oral verabreichter Medikamente und verbesserten Wirksamkeit transdermaler Arzneimittel eingesetzt werden. Es wird erwartet, dass durch den Einsatz von Nanopartikeln die Menge der zu verabreichenden aktiven Arzneimittel gesenkt, die Nebenwirkungen verringert und die Behandlungskosten gedämpft werden können. Da der Schwerpunkt des Projekts auf dem Aspekt Arbeits- und Anlagensicherheit liegt, arbeiten die Projektpartner auch an der Entwicklung von Messverfahren und -ausrüstung zur zuverlässigen Erkennung von Nanopartikeln und zur Gewährleistung des sicheren Einsatzes von nanopartikulären Materialien.

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