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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Österreichisch-slowenische EUREKA-Partnerschaft verlängert Lebensdauer von Gefäßimplantaten

Forscher aus Österreich und Slowenien haben neue Materialien und Beschichtungen hergestellt, die die Lebensdauer von synthetischen Gefäßimplantaten von Monaten auf Jahre verlängern. Die Ergebnisse des Projekts VASCUCHARGE, das von der Initiative EUREKA gefördert wird, werden...

Forscher aus Österreich und Slowenien haben neue Materialien und Beschichtungen hergestellt, die die Lebensdauer von synthetischen Gefäßimplantaten von Monaten auf Jahre verlängern. Die Ergebnisse des Projekts VASCUCHARGE, das von der Initiative EUREKA gefördert wird, werden die Schmerzen und Beschwerden, unter denen Patienten mit Gefäßproblemen leiden, erheblich lindern und zu Einsparungen in Höhe von etwa 7.000 Euro pro Operation führen. Dank der Ergebnisse könnten auch Operationen zum Austausch der Implantate um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Der Einsatz von Implantaten zur Behandlung von Gefäßkrankheiten hat in den letzten 20 Jahren zugenommen und wird heutzutage als normales Verfahren angesehen. Schläuche werden benutzt, um Teil eines Blutgefäßes, meist die Arterie, zu ersetzen oder zu umgehen. Sie funktionieren dann ähnlich wie natürliche Blutgefäße. Synthetische Implantate sind jedoch nach wie vor anfällig für Thrombose oder Gerinnung, Gefäßverschlüsse und Infektionen, die durch Protein- und Zelladsorption verursacht werden, sowie Koagulation. Etwa zehn Prozent der Patienten haben nach der Operation ernsthafte Probleme. Ein großer Teil der Beschwerden wird durch Infektionen der Gefäßimplantate verursacht, und daher müssen einige Implantate schon nach wenigen Monaten ersetzt werden. Die Projektpartner konzentrierten sich auf kleine Implantate, bei denen das Problem besonders akut ist. "Bevor wir mit unserer Arbeit begonnen haben, war nur wenig über die Mechanismen bekannt, die die unerwünschte Proteinadsorption verursachen", sagte Professor Volker Ribitisch von der Joanneum Research GmbH in Österreich. "Wir wussten, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Oberflächenladung, Oberflächenenergie und der Akkumulation bioaktiver Substanzen. In enger Zusammenarbeit mit unseren slowenischen Partnern untersuchten wir diese Parameter und andere Faktoren, wie z. B. die Struktur des für das Implantat verwendeten Polymers und eine Reihe von Beschichtungen wie Heparin und Collagen, um die Bedingungen zu bestimmen, die die schädigende Proteinadsorption reduzieren können." Die Partner entwickelten zudem ein Testgerät, um experimentelle Untersuchungen durchführen zu können. Das Gerät beobachtet die Oberflächeneigenschaften und die Proteinadsorption bei Medizinprodukten und liefert Daten. Die Partner erwarten, dass das Gerät in zwei Jahren auf den Markt kommen wird.

Länder

Österreich, Slowenien

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