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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Neuseeländische Premierministerin unterstreicht gemeinsame Herausforderungen

Bei ihrem Besuch am 29. November in Brüssel hob Neuseelands Premierministerin Helen Clark hervor, dass Wellington und Brüssel trotz einer geographischen Entfernung von 12.000 km die gleichen Debatten darüber führen, wie man sich in der neuen globalen Wirtschaft behaupten kann....

Bei ihrem Besuch am 29. November in Brüssel hob Neuseelands Premierministerin Helen Clark hervor, dass Wellington und Brüssel trotz einer geographischen Entfernung von 12.000 km die gleichen Debatten darüber führen, wie man sich in der neuen globalen Wirtschaft behaupten kann. In ihrer Rede im Zentrum für Europäische Politik (EPC) erläuterte Clark zwei wesentliche Herausforderungen: Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Förderung der Innovation. Beide Themen stehen im Mittelpunkt der aktuellen Diskussionen zur EU-Politik und sind grundlegender Bestandteil der Lissabon-Strategie der EU, die darauf ausgerichtet ist, Europa bis 2010 zum weltweit wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum zu entwickeln. Neuseeland verfügt über ein eigenes Rahmenprogramm für Wachstum und Innovation, das von der Regierung eingeführt wurde, um die Bedingungen für langfristiges nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu schaffen. Daher sei die Strategie der EU für Neuseeland von großem Interesse, so Clark. "Ein Dialog mit der EU zu diesem Thema wäre für uns wertvoll", fügte sie hinzu. Neuseeland habe die Bedeutung der Diversifizierung für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit erkannt. Zwar werde das Land an der Landwirtschaft als Haupteinnahmequelle festhalten, verstärke jedoch seine Aktivitäten in der Dienstleistungsbranche und im Fremdenverkehr sowie im Technologiebereich. Der Umfang der IKT-Exporte (Informations- und Kommunikationstechnologie) ist rasch gestiegen und dürfte nach Aussage der Premierministerin in drei bis vier Jahren Einnahmen erwirtschaften, die mit der Wollindustrie vergleichbar sind. "Über Diversifizierung ist es uns gelungen, mit den Veränderungen in der Weltwirtschaft gut Schritt zu halten", so Clark. Ebenso wie in Europa rücke auch in Neuseeland die regionale Zusammenarbeit zunehmend in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. In den vergangenen Jahren wurden die Beziehungen zu vielen asiatischen Ländern intensiviert, und Neuseeland ist nun in der Vereinigung südostasiatischer Staaten ASEAN vertreten. Die Verbindungen sind jedoch nicht rein wirtschaftlicher Natur. Die engere Zusammenarbeit hat zusätzlich auch Formen der Kooperation im Bereich Bildung und Wissenschaft hervorgebracht. "Hat man einmal den Weg der wirtschaftlichen Zusammenarbeit eingeschlagen, ergeben sich zahlreiche Nebeneffekte. So kommt auch ein Dialog zwischen Pädagogen oder zwischen Wissenschaftlern zustande", erklärte sie weiter. Die Beziehungen zwischen Neuseeland und der EU haben sich ähnlich entwickelt. Die Verbindungen wurden vor einiger Zeit geknüpft und waren vorrangig wirtschaftlicher Art. Inzwischen haben sich dann auch weitere Bereiche für Zusammenarbeit ergeben, unter anderem in der Wissenschaft, Technologie und Bildung. Neuseeland hat 2004 einen wissenschaftlich-technischen Berater in die EU entsandt und für 2006 ist ein Bildungsberater vorgesehen. Das Land ist an einer stärkeren Einbindung in die Forschungsrahmenprogramme der EU interessiert, wobei der Schwerpunkt zunächst auf der Forschung in den Bereichen Nahrungsmittel, Landwirtschaft und Biotechnologie liegt. "Da die nichtmilitärische Forschung zu 50 Prozent in Europa stattfindet, ist diese Zusammenarbeit für uns von großem Wert, und wir denken, dass wir einen Beitrag dazu leisten können", schloss sie.

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