Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch Deutsch
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Inhalt archiviert am 2023-03-02

Article available in the following languages:

Forscher finden Hinweise für die Ausrottung des Reisbräune-Pilzes

Britische Wissenschaftler haben beim Verständnis, wie der Reisbräune-Pilz funktioniert, einen Durchbruch erzielt. Reis ist Grundnahrungsmittel für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und der Reisbräune-Pilz ist dessen tödlichster Feind. Die Menge an Reis, die der Reisbräun...

Britische Wissenschaftler haben beim Verständnis, wie der Reisbräune-Pilz funktioniert, einen Durchbruch erzielt. Reis ist Grundnahrungsmittel für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und der Reisbräune-Pilz ist dessen tödlichster Feind. Die Menge an Reis, die der Reisbräune-Pilz jedes Jahr zerstört, würde zur Ernährung von 60 Millionen Menschen ausreichen. Das entspricht der Bevölkerungszahl eines Landes wie Großbritannien, Frankreich oder Italien. Die an der Universität Exeter im VK durchgeführte Forschung konzentrierte sich auf das Reisbräune-Pilz-Genom, um die Gene zu ermitteln, die für dessen Toxizität verantwortlich sein könnten. Der Reisbräune-Pilz (Magnaporthe grisea) ist parasitär. Er haftet sich an der Reispflanze fest, dringt in diese ein und verdaut sie dann langsam von innen mit toxischen Enzymen. Der Pilz hat erwiesenermaßen eine hohe Resistenz gegen Fungizide und Anstrengungen zur Kontrolle seiner Ausbreitung führen zu gemischten Ergebnissen. "Dies ist eine äußerst verheerende Reiskrankheit und wir konnten zeigen, wie sie ihre "Waffen" in einer Reispflanze einsetzt, um die Krankheit zu verursachen. Wir halten dies für eine Art Durchbruch, weil es das erste Mal ist, dass wir etwas über den Prozess, wie sich die Krankheit ereignet, erfahren konnten", sagte der Forschungsleiter Professor Nicholas Talbot in einem Interview mit der Zeitung "The Independent". Die Entdeckung könnte zu speziell gezüchteten Stämmen führen, die gegen den Pilz resistent sind, oder zu speziellen Fungiziden, die die Krankheit ganz gezielt bekämpfen können. Im Labor entwickelte das Team eine modifizierte Version des Reisbräune-Pilzes, der die Krankheit nicht verursachen konnte. "Die Entdeckung ist bedeutsam, weil sie uns erlauben wird, die Pilzproteine zu identifizieren, die diese zerstörerische Krankheit hervorbringen und die Reispflanzen zerstören", sagte Professor Talbot. Das identifizierte Gen ist als MgAPT2 bekannt. Die Gensequenz wurde aus einem Stamm entfernt und durch einen Code für Hygromyzin-Resistenz ersetzt. Obwohl der modifizierte Pilz Sporen zu bilden und sich normal zu entwickeln schien, wurde die Zahl der infizierten Reispflanzen im Labor um über 95 Prozent reduziert. Der nächste Schritt wird sein, die für die Krankheit entscheidenden "Effektor-Proteine" genauer zu untersuchen. Eine Lösung für das Problem des Reisbräune-Pilzes könnte in fünf bis zehn Jahren gefunden sein.

Länder

Vereinigtes Königreich

Mein Booklet 0 0