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Bericht sieht soziale Verantwortung von Unternehmen als Schlüssel zu künftigem Wachstum

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PWC) hat einen Bericht mit dem Titel "Corporate Responsibility: Strategy, Management and Value" ("Unternehmensverantwortung: Strategie, Management und Wert") veröffentlicht, demzufolge die soziale Verantwortung von Un...

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PWC) hat einen Bericht mit dem Titel "Corporate Responsibility: Strategy, Management and Value" ("Unternehmensverantwortung: Strategie, Management und Wert") veröffentlicht, demzufolge die soziale Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility - CSR) in der Geschäftswelt in den nächsten zehn Jahren eine zentrale Rolle spielen wird. Diese Einschätzung entspricht dem im März gegründeten und von der EU-Kommission unterstützten "Europäischen Bündnis für soziale Verantwortung der Unternehmen" (European Alliance for Corporate Social Responsibility), das CSR in europäischen Unternehmen fördern soll. Der PWC-Bericht skizziert einen Ausblick auf die nächsten zehn Jahre: "Vor zwanzig Jahren waren ökologische und soziale Fragen etwas für Aktivisten. In zehn Jahren werden diese Fragen wahrscheinlich zu den Faktoren gehören, die Politik und unternehmerische Strategie entscheidend mitbestimmen [...] Vor zwanzig Jahren schien unser Wachstumspotenzial unerschöpflich. In zehn Jahren wird es von Umweltfaktoren beeinflusst werden, die jenseits unserer Kontrolle liegen." Der Bericht untersucht die kumulierten Einflüsse schwindender Ressourcen, steigender Bevölkerungszahlen, insbesondere in Entwicklungsländern, der immer weiter auseinanderklaffenden Schere zwischen Reich und Arm, den katastrophalen Folgen von Krankheiten wie Malaria, HIV/AIDS und Tuberkulose. Darüber hinaus analysiert er die zunehmenden Auswirkungen auf die Umwelt, da diese in den nächsten Jahren sich stetig verstärkende Probleme haben werden. Im Wesentlichen warnt der Bericht, dass diese Themen immer mehr in den Vordergrund rücken und dass Unternehmen, die nicht gegensteuern, nicht überleben werden. Der Bericht skizziert sechs globale Trends, die Unternehmen dazu zwingen werden, sich gesellschaftlich verantwortungsbewusst zu verhalten: - Marktkräfte werden die Politik beeinflussen. Bei schwindenden Ressourcen und gleichzeitig steigenden Preisen müssen die Regierungen handeln. - Die derzeitigen Finanzmodelle werden sich überleben, da neue Risiken und nicht finanzielle Fragen mit eingerechnet werden müssen. - Innovation wird in jedem Bereich des modernen Lebens exponentiell zunehmen und das tägliche Leben der Menschen beeinflussen. - Die Globalisierung wird die Rolle des Staats zurückdrängen. - Nachhaltige Entwicklung wird ein zunehmend wichtiges Ziel, auch wenn der Weg dorthin in kleinen Schritten, nicht in großen Sprüngen erfolgen wird. - Globale Medien werden die Reaktionszeiten von Politik und Unternehmen auf spezifische Themen beschleunigen. Der Bericht weist darauf hin, dass diese Veränderungen nicht isoliert vonstatten gehen werden, sondern miteinander verknüpft sind, und dass gute CSR es den Unternehmen ermöglichen wird, entspannt zu agieren. Der EU, so heißt es in dem Bericht, komme bei der Gestaltung der künftigen europäischen Wirtschaft eine Schlüsselrolle zu und sie sei ein Motor bestimmter Entwicklungen in Gebieten wie Umweltauswirkungen. PWC vertritt aber auch die Ansicht, dass Unternehmen in der EU in Zukunft neue Formen der Zusammenarbeit finden müssen, damit sie ein breiteres Risikospektrum abdecken, kosteneffiziente Anpassung an Veränderungen realisieren, sich auf kommende regulatorische Veränderungen einstellen und Innovationen vorantreiben können, die ökologischen und gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen. Die Gründung des "Europäischen Bündnisses für soziale Verantwortung der Unternehmen" im März setzte CSR und nachhaltige Entwicklung auf die europäische Tagesordnung. Ziel ist es, die Übernahme sozialer Verantwortung von Unternehmen in der EU zu fördern. Das soll in erster Linie dadurch geschehen, dass die Unternehmen selbst die wichtigsten Akteure im Bereich CSR werden, wobei jedoch alle Interessenvertreter einbezogen werden. Wie CSR konkret aussehen und wie man ihre Auswirkungen messen kann - das sind aktive Forschungsbereiche unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6). So untersucht das Projekt RESPONSE, was sich Unternehmen unter CSR vorstellen und wie sich die Erwartungen der Unternehmen von den Bedürfnissen der Gesellschaft unterscheiden. Über die CSR PLATFORM kann europäische Forschung zu diesem Thema abgestimmt, integriert und einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden. Die Plattform erstellt einen Rahmen für kohärente Forschungsfragen zu CSR, bezieht nicht unternehmerische Gruppen in die Kommunikationskanäle mit ein und entwickelt Instrumente, mit denen die jüngsten Ergebnisse der CSR-Forschung verbreitet werden können. Das Projekt RARE untersucht, wie CSR gefördert werden und wie sie zu nachhaltiger Entwicklung beitragen kann. Im Rahmen des Projekts werden auch Empfehlungen ausgesprochen, in welchen Bereichen CSR effektiv ist.