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"Aktives Altern" fördern

Das Ziel des elnclusion@EU-Projekts ist es, die Menschen der Gesellschaft zu erreichen, die sich der Informationsgesellschaft in der Regel am meisten widersetzen - das heißt insbesondere ältere Menschen. Im Rahmen dieses Projekts, das im Dezember ausläuft, versucht man innov...

Das Ziel des elnclusion@EU-Projekts ist es, die Menschen der Gesellschaft zu erreichen, die sich der Informationsgesellschaft in der Regel am meisten widersetzen - das heißt insbesondere ältere Menschen. Im Rahmen dieses Projekts, das im Dezember ausläuft, versucht man innovative Wege zu finden, mit denen diese von der Informationsgesellschaft ausgeschlossenen Menschen erreicht werden können und wie sie von einem engeren Kontakt mit Computern als Instrumente profitieren könnten. Das Programm legt einen besonderen Schwerpunkt auf Nichtdiskriminierung ("eInclusion") und auf die Entwicklung von Strategien, um Menschen zu unterstützen, die beim physischen Zugang zu Diensten Schwierigkeiten haben ("eAccessability"). Michal Arend ist Soziologe bei econcept, dem Schweizer Beratungsunternehmen, das das Teilprojekt leitet, welches sich damit beschäftigt, Menschen mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) den Einstieg in die Arbeitswelt zu ermöglichen. "Informations- und Kommunikationstechnologien haben ein beträchtliches Potenzial, das aktive Altern in der Arbeitswelt zu vereinfachen", erklärte er IST Results. "Das allgemeine Bewusstsein über das einschlägige Potenzial von IKT ist jedoch immer noch gering und viele Experten auf dem Gebiet des aktiven Alterns und dessen Befürworter sind sich nicht im Klaren über bzw. skeptisch in Bezug auf den möglichen Beitrag von IKT und anderer moderner Technologien." Dennoch zeigt die Forschung, dass bessere IT-Kenntnisse die Beschäftigungsfähigkeit entsprechend erhöhen. Auch Berufstätigen können IT-Kenntnisse mehr Flexibilität verschaffen. EU-weit gibt es zu diesem Thema erhebliche Meinungsunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. Beispielsweise wird in skandinavischen Ländern, vor allem in Finnland, "aktives Altern" anerkannt. Im Gegensatz dazu findet man in zahlreichen neuen Mitgliedstaaten eine geringere Lebenserwartung und hohe Arbeitslosenquoten vor. Aktivem Altern wird hier weniger Bedeutung beigemessen. Da jedoch das Rentenalter steigt, kann der Einfluss von IKT auf die älteren Beschäftigten nur zunehmen. Im Rahmen von Workshops, die im Oktober 2005 in Brüssel ins Leben gerufen wurden, hat man begonnen die beiden Konzepte "eInclusion" und "eAccessability" zu fördern. "Der Workshop war nur ein Schritt, um einen Dialog in Gang zu setzen und um Menschen zusammenzubringen, die dazu beitragen könnten, umfangreichere und besser koordinierte zukünftige Forschungsstrategien und politische Strategien auf europäischer und nationaler Ebene zu entwickeln", so Dr. Arend. Ende des Jahres wird ein Projektbericht vorgelegt, einschließlich einer Reihe von realistischen politischen Strategien und Maßnahmen, um besonders unter älteren Menschen eine bessere Akzeptanz von IKT zu erzielen.

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