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Potocnik und MdEP würdigen den Beitrag von COST zum Europäischen Forschungsraum

Anlässlich der Eröffnung der einwöchigen COST-Ausstellung "A vision for European Science" ("Eine Vision für europäische Forschung"), die seit dem 18. April im Europäischen Parlament stattfindet, lobten hochrangige Vertreter der Europäischen Kommission und des Europäischen Parl...

Anlässlich der Eröffnung der einwöchigen COST-Ausstellung "A vision for European Science" ("Eine Vision für europäische Forschung"), die seit dem 18. April im Europäischen Parlament stattfindet, lobten hochrangige Vertreter der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments das COST-Programm (europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Forschung). COST führt Forschungsteams aus verschiedenen Ländern zusammen, die an spezifischen Themen arbeiten, und finanziert die Vernetzung national geförderter Aktivitäten durch Unterstützung bei der Organisation von Meetings, Konferenzen, kurzfristigem wissenschaftlichem Austausch und Kommunikationsarbeit. Das Programm finanziert keine Forschung an sich, unterstützt derzeit jedoch mehr als 200 "Aktionen". Der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung Janez Potocnik stimmte einer Vielzahl von MdEP des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) des Parlaments zu, dass COST einen wirklichen Beitrag zum Europäischen Forschungsraum (EFR) leistet, und erklärte, dass dies unter dem Siebten Rahmenprogramm (RP7) fortgeführt werden solle. MdEP Jerzy Buzek, der Berichterstatter des ITRE-Ausschusses zum RP7, versicherte den anwesenden Vertretern von COST, dass, obwohl sein Ausschuss rund 1.300 Abänderungsanträge zum RP7-Vorschlag einreicht, keiner dieser Anträge Auswirkungen auf COST haben wird. Im Gegenteil, einige dieser Anträge würden COST indirekt zu Gute kommen, erklärte er. MdEP Catherine Trautmann las die Stellungnahme von Pia Locatelli, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte, vor. Sie forderte eine angemessene Finanzierung von COST durch die Europäische Kommission im Einklang mit dem erhöhten Budget für das RP7. "Wettbewerbsfähigkeit und hervorragende Leistungen können nur in einer starken Forschungsgemeinschaft erzielt werden, und um stark zu sein, braucht die Gemeinschaft Fördermittel und Vernetzung", erklärte sie. COST teilt diese Ansicht eindeutig. Francesco Fedi, Vorsitzender des COST-Ausschusses Hoher Beamter, erläuterte, wie die Organisation ab 2007 die Anzahl der unterstützten Aktionen von 200 auf 260 pro Jahr erhöhen möchte. COST benötige hierfür im Rahmen des RP7 280 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren, sagte er. Eine Reihe von Referenten hob die Förderung von Vernetzung durch COST hervor. Sowohl Potocnik als auch Locatelli sind von den COST-Initiativen zur Vernetzung von jungen Forschern begeistert, während Giles Chichester, Vorsitzender des ITRE-Ausschusses, die Bedeutung von Vernetzung für die anhaltende Wettbewerbsfähigkeit europäischer Forschung unterstrich. Während in Europa die Tradition vorherrsche, sich mit den USA zu messen, seien sich die USA nur zu bewusst darüber, was in Indien und China passiert, so Chichester. "Wir müssen auf den Zug aufspringen und mit ihnen Kontakte knüpfen", sagte er weiter und bezog sich hiermit auf indische und chinesische Wissenschaftler. 2004 zog das COST-Sekretariat von der Europäischen Kommission zur Europäischen Wissenschaftsstiftung (EWS) um. Der Umzug sollte nicht als Bruch zwischen COST und der Europäischen Kommission gesehen werden, versicherte Potocnik den Zuhörern und sprach das "bedeutende Potenzial" sowie den "Mehrwert" der neuen Partnerschaft an. Bertil Andersson, Präsident der EWS, gab zu, dass man in Bezug auf die Gründung der Partnerschaft zwischen COST und der EWS zunächst sehr skeptisch war. "Aber wir haben sie zu einem Erfolg gemacht", fügte er hinzu. "Im RP6 haben wir eine gemeinsame Plattform geschaffen. Im RP7 ernten wir die Früchte", sagte er abschließend.